Wiederaufbau geht weiter

Hochwasserhilfe: Stadt berät ab jetzt nur noch im Rathaus

Nicht nur viele Anlieger in Unterburg waren vom Hochwasser betroffen. An vielen Ort läuft der Wiederaufbau weiter. Archivfoto: Michael Schütz
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Nicht nur viele Anlieger in Unterburg waren vom Hochwasser betroffen. An vielen Ort läuft der Wiederaufbau weiter.

Die Solinger Verwaltung hilft bei der Antragsstellung. Die Bauwagen-Beratung entfällt jedoch.

Von Philipp Müller

Solingen. Der Wiederaufbau in vielen Häusern in Solingen, die vom Hochwasser im Juli 2021 betroffen waren, ist noch nicht abgeschlossen. Noch immer ringen die Geschädigten um Kostenübernahmen. Daher setzt auch die Stadt Solingen ihr Beratungsangebot fort.

Allerdings nicht mehr an allen Tagen, wie Rathaussprecherin Sabine Rische jetzt berichtet, und auch nicht mehr vereinzelt vor Ort im Bauwagen. „Die Stadt Solingen hilft weiterhin dabei, Förderanträge zu stellen. Dies umfasst auch die Unterstützung beim Mittelabruf im späteren Verfahren sowie beim digitalen Belegverfahren.“ Potenziell haben mehr als 400 Solingerinnen und Solinger für ihre Immobilien die Chance, Geld aus der Wiederaufbauhilfe des Landes NRW und des Bundes zu bekommen.

Teilweise mehr als zwei Meter hoch stand die Wupper in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli in Kellern und Erdgeschossen. Auch Bäche waren über die Ufer getreten. Schäden gab es im gesamten Stadtgebiet. Die Stadt Solingen und das Land gaben sehr schnell eine Soforthilfe.

Doch für die komplette Sanierung oder Neuerrichtung von Gebäuden ist das Verfahren sehr viel langwieriger. Bei Schäden jenseits von 50 000 Euro braucht es zwingend Gutachten. Manchmal sind auch Leistungen von Versicherungen in Abzug zu bringen.

„Die Stadt prüft und bewilligt die Hilfen nicht.“

Sabine Rische, Stadtsprecherin

Das Antragsverfahren ist entsprechend kompliziert, weil es vorab präzise Gutachten braucht. In dieser Situation hatte die Stadt Solingen ihre Kräfte für die Hochwasserhilfe auch dafür eingesetzt, beim Antragsverfahren hilfreich zu Seite zu stehen. Das gelte auch weiterhin, erklärt das Rathaus, aber die Bedingungen haben sich geändert.

Katastrophenschutz in Solingen wird Millionen kosten

Dazu sagt Sabine Rische: „Beratungen finden zukünftig freitagvormittags und montagnachmittags statt. Zudem findet die Beratung jetzt in anderen Räumlichkeiten im Rathaus statt. Der Umzug war notwendig, weil kurzfristig Räume für die Hilfen von Geflüchteten aus der Ukraine benötigt wurden.“

Wichtig ist aber auch zu wissen, dass es keinen Rechtsanspruch auf Hilfen aus dem Wiederaufbaufonds gibt. Das heißt, die Mittel werden zugewiesen, wenn es nach dem Antrag Sinn macht, aber das kann bei Ablehnung nicht eingeklagt werden. Und die Rolle der Stadt im Antragsverfahren sei diese, erläutert die Rathaussprecherin: „Die Stadt berät und hilft bei der Antragstellung. Sie prüft nicht und sie bewilligt nicht. Dafür ist das Land NRW zuständig.“ Termine für die Hochwasserhilfe können über die Solingen-App, telefonisch unter Tel. 290 67 00 oder per E-Mail vereinbart werden: hochwasserhilfe@solingen.de

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