Wupperhof: Anwohner danken Helfern

Bewohner im Wupperhof hatten fleißige Fluthelfer aus der Nachbarschaft zu einer Dankeparty eingeladen.
+
Bewohner im Wupperhof hatten fleißige Fluthelfer aus der Nachbarschaft zu einer Dankeparty eingeladen.

Ein Jahr nach der Flut ist noch nicht alles wiederaufgebaut.

Von Jonathan Hamm

Solingen. Die Sonne schien, es herrschte gutes Wetter und gute Stimmung. Nicht mehr viel wies darauf hin, dass die Situation vor mehr als einem Jahr, als die Wassermassen der Flutkatastrophe den Wupperhof trafen, eine ganz andere war.

Trotz des Schocks über das Geschehene und der Schmerzen über die Verluste haben „in der Not alle zusammengehalten“, freut sich Andrea Vielhauer. Obwohl die Strom- und Wasserversorgung schon bald wiederhergestellt wurde und man gemeinsam die Häuser vom Schlamm befreite, ist noch längst nicht alles erledigt. Die Häuser sind zum Teil noch nicht bewohnbar. Probleme beim Wiederaufbau bereiten auch der Denkmalschutz und Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung.

Brunnen sind aktuell trocken: Im Wupperhof fehlt nun Wasser

„Ich denke mal, 70 Prozent ist wieder aufgebaut“, schätzt Dietmar Buchholz. Nun beschäftigt die Menschen dort ein neues Problem: „Der Wupperhof hat kein Wasser mehr“, beklagt Claudia Uster. Letztes Jahr habe man zu viel Wasser gehabt – dieses Jahr zu wenig. Der Wupperhof bezieht das Wasser aus Brunnen, von denen viele trocken sind.

Schnelle Hilfe hatten die Anwohner der Hofschaft unter anderem der enormen Solidarität und Hilfsbereitschaft vieler freiwilliger Hilfsscharen zu verdanken, die die Bewohner in den darauffolgenden Monaten erfahren haben. Jetzt bedankten sie sich mit einem Fest bei allen Helfern.

Bei Getränken, Gegrilltem und Musik kam man zusammen, um sich auszutauschen und sich gemeinsam zu erinnern. Familie Uster hat Betroffene aus dem Wupperhof, die ihre Häuser verlassen mussten, bei sich zu Hause aufgenommen. „Wir haben die in Empfang genommen, haben die ins Auto gepackt und sind hochgefahren“, erinnert sich Claudia Uster. Die Hilfsbereitschaft der Menschen bezeichnet sie als „enorm“, denn als das Wasser verschwand, kam nicht nur das Ausmaß der Zerstörung, sondern auch die große nachbarschaftliche Unterstützung ans Tageslicht.

Es gab viel zu tun. Menschen verloren ihr Hab und Gut, Häuser waren unbewohnbar und auch die Infrastruktur wurde beschädigt. Doch der Wupperhof ist keine geschlossene Gemeinschaft. Auch von außerhalb kamen viele Helfer. Als Dietmar Buchholz von der Situation der Menschen dort erfuhr, zögerte er keine Sekunde, zu helfen. „Ich wohne 70 Kilometer weg“, sagt er. Doch als ihn die Nachrichten aus dem Wupperhof erreicht hätten, habe er sein Auto mit Material beladen und sei losgefahren. Gemeinsam mit vielen anderen Freiwilligen half er, wo er konnte. „Jede freie Minute habe ich hier verbracht.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Am Freitag öffnet der „Ohligser Supermarkt“
Am Freitag öffnet der „Ohligser Supermarkt“
Am Freitag öffnet der „Ohligser Supermarkt“
Vierjähriger schickt Brief an die Feuerwehr
Vierjähriger schickt Brief an die Feuerwehr
Vierjähriger schickt Brief an die Feuerwehr
Entscheidung zwischen Familie und Heim
Entscheidung zwischen Familie und Heim
Entscheidung zwischen Familie und Heim
Lidl eröffnet neue Filiale am Nümmener Feld
Lidl eröffnet neue Filiale am Nümmener Feld
Lidl eröffnet neue Filiale am Nümmener Feld

Kommentare