Hochschule startet – und will wachsen

Mediengespräch Einladung der EUFH
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Nur zwei Jahre sind vergangen von der Idee bis zur Umsetzung.

EUFH eröffnet Solinger Standort.

Von Björn Boch

Solingen. Nun ist sie also da, die Europäische Fachhochschule (EUFH) – nur zwei Jahre sind vergangen von der Idee bis zur Umsetzung. Als große Leistung würdigte das Carsten Zimmermann, Abteilungsleiter für strategische Planung der Stadt Solingen. Und fasste den Anspruch an die neue Hochschule so zusammen: „Genau so ausbilden, wie es am Standort Solingen gebraucht wird.“

Wie berichtet, startet die EUFH Anfang Oktober mit zunächst mindestens 34 Studenten in den Fachrichtungen Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen – am Hochschulstandort bei Ebbtron an der Dunkelnberger Straße in Ohligs. Dabei soll es aber nicht bleiben. „Das Ziel sind: Mehr Studierende, mehr Professorinnen und Professoren, mehr Kurse“, erklärte Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei der Präsentation am Freitag. Auch er lobte das Tempo bei der Zulassung der neuen Studiengänge: „Sie haben ja keine Ahnung, was da für eine Regulatorik dahinterliegt.“

Dass es mit weiteren Studiengängen schnell gehen könnte, berichtete die Geschäftsführerin des EUFH-Managementbereichs, Dr. Beate Wilhelm. Die EUFH gehöre wie die International Business School im nahen Köln zur Klett-Gruppe – aus beiden Hochschulen soll nun eine neue entstehen. „Durch diese Vereinigung wollen wir auch hier weitere Studiengänge anbieten.“

Dass es so schnell ging mit dem Hochschulstandort Solingen, sei auch der guten Zusammenarbeit mit der Stadt und der Wirtschaftsförderung zu verdanken, betonte Wilhelm – und der Unterstützung durch die Unternehmen. Die EUFH bietet nur duale Studiengänge an, also in Kooperation mit Firmen. 50 Prozent sind Studium, 50 Prozent Praxis im Betrieb. Die Solinger Wirtschaft engagiert sich gemeinsam mit den weiterführenden Schulen und der Bergischen Industrie- und Handelskammer im Hochschulbeirat.

Dessen Vorsitzender ist BIA-Geschäftsführer Jörg Püttbach, der unumwunden zugab, Sorge vor umständlichen Abläufen gehabt zu haben. Ein Gremium mit Stadt, Schulen und Hochschule, das werde kompliziert, habe er gedacht.

„Wir hoffen alle auf einen echten Mehrwert für die Unternehmen.“

Jörg Püttbach, BIA-Geschäftsführer und Hochschulbeirats-Vorsitzender

Wurde es nicht. Es liege aber ein langer Weg vor der EUFH, betonte Püttbach. Firmen, die ihren Nachwuchs dort ausbilden, wollten Qualität sehen – und gerne neben Bachelor-Studiengängen künftig auch Möglichkeiten, den Master zu machen. „Wir hoffen alle auf einen echten Mehrwert für die Unternehmen.“

Von den 34 Studienplätzen, die Firmen für den Start reserviert haben, sind 17 bereits fest an Studierende vergeben. Dabei zeichnet sich eine aus Sicht der Stadt und der Hochschule erfreuliche Tendenz ab: ein Drittel kommt aus der Klingenstadt selbst, ein weiteres Drittel aus der nahen Umgebung – und das dritte Drittel aus dem Rest Deutschlands. „Wenn es hier so tolle Firmen wie BIA gibt, dann kommen junge Menschen aus dem Münsterland oder Ostfriesland nach Solingen“, erklärte Prof. Dr. Tanju Aygün, Projektleiter der EUFH für den Standort. Für den gebürtigen Solinger war der Start am Freitag ein sehr emotionaler Moment. Alle Beteiligten dürften stolz auf das Erreichte sein – und „stolz auf die Stadt und die Unternehmer“.

Zu den ersten Studenten gehören der Wuppertaler Max Reuffurth (20, Wirtschaftsinformatik) sowie Jonas Nikolai (19, Wirtschaftsingenieurwesen) aus Heiligenhaus. Auch sie lernten am Freitag ihre Hochschule kennen. Sie beginnen ihr duales Studium bei der Solinger Firma Item, die unweit von Ebbtron im Solinger Osten ihren dritten Standort baut.

Weitere Infos über den Solinger Standort und freie Studienstellen.

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