Historisches Foto

Welches Gebäude suchen wir?

Was suchen wir hier?
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Was suchen wir hier?

In der vergangenen Woche war ein geschichtsträchtiges Gebäude an der Friedrichstraße gesucht.

In dieser Woche suchen wir dieses gläserne Gebäude. Früher war dies ein Dreh- und Angelpunkt für viele Solinger, heute befindet sich hier ein Restaurant. Bitte senden Sie uns Ihre Erinnerungen und Anekdoten bis Donnerstag, 23. September, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de.

Das Rätselfoto der vergangenen Woche: In zahlreichen Schulen wurde hier unterrichtet

Von Jonah Rohe

Solingen. Das markante Backsteingebäude auf dem historischen Foto der vergangenen Woche kam einigen ST-Leserinnen und Lesern sehr bekannt vor, besteht es doch bis heute in fast unveränderter Gestalt. Gesucht war das ehemalige Schul- und heutige Verwaltungsgebäude an der Ecke Friedrichstraße/ Melbeckstraße. Fälschlicherweise erreichten das ST auch Zuschriften, die dachten das ehemalige Krankenhaus Bethesda erkannt zu haben. Doch das Gebäude direkt neben dem mittlerweile abgerissenen Krankenhaus war gesucht.

Von der Grundsteinlegung im Jahre 1857 bis heute hatte das seit 1982 auf der Denkmalliste der Stadt verzeichnete Gebäude verschiedenste Nutzungen, an die sich die ST-Leser zurückerinnern.

Auf dem historischen Foto der letzten Woche fehlen die Fenster des markanten Gebäudes an der Friedrichstraße.

Geschichtsträchtige Gebäude dieser Art haben es Norbert H. Posthum besonders angetan. „Das Prädikat historisch verdient dieses Anwesen voll und ganz.“ Posthum weiß, dass das Gebäude im Jahre 1859 als Höhere Bürgerschule eingeweiht wurde. Damals hieß die angrenzende Straße noch Friedrich-Wilhelm-Straße. Die Geschichte des heutigen Gymnasium Schwertstraße begann hier. Aus der Höheren Bürgerschule wurde mit der Zeit ein Progymnasium mit Realschule, bevor man 1897 in das neuerrichtete Schulgebäude an der Schwertstraße umzog.

In der Folge zog in das Schulgebäude an der Friedrichstraße ein Lyzeum, also eine Höhere Mädchenschule ein. Bis zu 500 Schülerinnen besuchten das Oberlyzeum, unter anderem auch die Urgroßmutter von Ilka Houben. 1932 wurde das Lyzeum verstaatlicht und zog anschließend in ein neues Gebäude an der Schützenstraße: die heutige August-Dicke-Schule.

Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt, anschließend jedoch wieder aufgebaut und weiterhin für zahlreiche Schulzwecke genutzt. Friedrich Sann erinnert sich an seine Zeit an der Städtischen Handelsschule zurück, die Anfang der 1950er Jahre an der Friedrichstraße beheimatet war. Auch Elvira Rütter hatte hier Ende der 1960er Jahre Hauswirtschaftsunterricht, gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen von der Aufbaurealschule an der Elsa-Brändström-Straße. Kurt Geyer war im Gebäude auch als Dozent aktiv. Vor allem der „zum Schluss erbärmlich knarrende Fußboden“ ist ihm noch in Erinnerung geblieben.

Heute befindet sich an der Friedrichstraße das kommunale Integrationszentrum.

Ab Anfang der 1970er Jahre stand das Gebäude für eine längere Zeit leer. In dieser Zeit probte die Theatergesellschaft Wohlgemuth hier zeitweise. Auch Andreas Schäfer war mit seiner Jugendgruppe dort vertreten und erinnert sich gerne an sehr berüchtigte Feiern zurück. Bis in die späten 1980er Jahre wartete das Gebäude auf die Restaurierung, wie auf dem historischen Foto unschwer zu erkennen ist.

Seit 2016 und bis heute ist an der Friedrichstraße der Stadtdienst Integration mit dem kommunalen Integrationszentrum ansässig, wie Anne Wehkamp weiß.

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