Historisches Foto

Was wurde hier gebaut?

Historisches Foto: Was ist das?
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Was ist das?

Der Ort des historischen Fotos der vergangenen Woche war vielen ST-Lesern bekannt. Es handelte sich um den Verkehrsknotenpunkt Mangenberg.

Was wurde auf diesem Bild gebaut und welche ungewöhnliche verkehrstechnische Funktion hatte es? Schicken Sie doch bitte Ihre Erinnerungen, Geschichten und Anekdoten bis Donnerstag, 18. November, – mit dem Vermerk „Historisches Foto“ – an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de

Kreuzung war Zentrum für Handel und Industrie

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Kreuzung, die am vergangenen Samstag beim historischen Foto gesucht wurde, hat wohl jeder Solinger schon zigmal passiert. „Es ist die Kreuzung Kronprinzenstraße / Weyersberger Straße / Beethovenstraße / Mangenberger Straße“, schrieb Heidrun Steinbach wie viele andere auch die richtige Lösung. Norbert Posthum hat die Kreuzung einige Jahre auf dem Weg zum Arbeitsplatz täglich mit dem O-Bus passiert. „Das Foto entstand offensichtlich während einer Baustellenphase, das Erscheinungsbild hat sich bis heute aber nicht gravierend geändert“, so der ST-Leser.

Der Ursprung des Mangenbergs gehe auf eine Hofschaft zurück, hat er recherchiert. „Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1512. Es wurde unterschieden zwischen Obenmangenberg und Untenmangenberg. Bis zur Städtevereinigung im Jahr 1929 gehörte Mangenberg zur damaligen Stadt Wald.“

Die Kreuzung Mangenberg in früheren Zeiten.

Auch Regina Mengel hat die Kreuzung erkannt, „mit der Bierstube am Mangenberg, die man noch so gerade am Bildrand sieht, und dem kleinen Haus von Radio Darius gegenüber“. Die Ortsbezeichnung Mangenberg leite sich von dem Wort Mandenberg ab, zurückzuführen auf Gemeingut oder Gemeinschaft. „Der Mangenberg entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem der industriellen Zentren im Grenzgebiet zwischen den Städten Wald und Solingen, in dem sich unter anderem Gießereien und Blechschlägereien mit tausend und mehr Mitarbeitern niederließen.“

Der Schulweg von Elke Dahl führte früher über diese Kreuzung. „Ich erinnere mich noch schmunzelnd daran, dass wir dann des Öfteren auf dem Nachhauseweg zur Motivation ,ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm . . .‘ trällerten, wenn wir beim Laufen den steilen Berg aufwärts zum Mangenberg ein wenig müde wurden.“

Die markanten Gebäude bestimmen noch die Kreuzung.

An der Ecke habe es bis in die 1980er Jahre die Gaststätte Mees gegeben. „Gleich um die Ecke war die Metzgerei Mees, wo ich mit meiner Mutter Wurst und Fleisch einkaufte. Während meiner Kindheitstage existierte sogar noch an der Beethovenstraße das ,Kino am Mangenberg‘ – ich kann mich noch an einen Winnetou-Film aus den 60ern erinnern, den wir dort sehen durften.“Auch Frank Plöhn erinnert sich an die gutbürgerliche Gaststätte im Haus der Metzgerei Mees. „Die Spezialität dort war Sahneschnitzel.“

Die Wirtin von Elfi Meihofer, die 1958 20-jährig nach Solingen kam, arbeitete im Mühlenhof-Kino am Mangenberg, „und wir bekamen oft Freikarten“. Natürlich sei man damals zu Fuß gegangen, um von A nach B zu kommen.Und Elke Dahl ergänzt: „In dem kleinen weißen Gebäude war früher der Kiosk von Frau Fondermann. Dort kaufte man seine Süßigkeiten –und die erste Bravo.“ Uli Schubert ist auf einen Artikel von 1929 gestoßen: „Damals war zur Orientierung eine 1,5 Meter hohe Pyramide mit Richtungsanzeige auf der Kreuzung geplant.“

Was wurde auf diesem Bild gebaut und welche ungewöhnliche verkehrstechnische Funktion hatte es? Schicken Sie doch bitte Ihre Erinnerungen, Geschichten und Anekdoten bis Donnerstag, 18. November, – mit dem Vermerk „Historisches Foto“ – an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de Foto: ST-Archiv

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