Historisches Foto

Rätselbild: Erkennen Sie diesen Brunnen?

Vieles hat sich seit dieser historischen Aufnahme rund um diesen Brunnen verändert.
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Vieles hat sich seit dieser historischen Aufnahme rund um diesen Brunnen verändert.

Vergangene Woche ging es um den Fernsehturm. Das 101 Meter hohe Bauwerk wurde in den 1980er Jahren errichtet – wäre er öffentlich zugänglich, könnten Besucher bis in die Rheinebene blicken.

Von Leon Hohmann

Solingen. Diesen Blick gibt es so heute nicht mehr. Vieles hat sich seit dieser historischen Aufnahme rund um diesen Brunnen verändert. Wenn Sie wissen, wo der ST-Fotograf unterwegs war: Dann senden Sie uns bitte Ihre Erinnerungen und Anekdoten bis Donnerstag, 2. September, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de

Das historische Foto der vergangenen Woche

Er ist mit 101 Metern nach der Müngstener Brücke das zweithöchste Bauwerk Solingens – und des Rätsels Lösung beim historischen Rätsel der Woche: Der Fernmeldeturm an der Schlagbaumer Straße. Doch während die offizielle Typenbezeichnung FMT 9/84 trägt, so kennen ihn die Solinger vor allem als „Totterturm“. Denn so wird der Fernmeldeturm und Rundfunksender im Volksmund genannt, wie Leserin Elke Steinhaus berichtet. Und Norbert H. Posthum ergänzt: „Das ST hat seinerzeit um Namensvorschläge gebeten. Hierbei wurde dann Totterturm ausgewählt. Tottern bedeutet in Solinger Platt so viel wie schwätzen oder schwadronieren. Einer der viel redet, wird gern ,Totterblotschen‘ genannt.“

In den 80er Jahren wurde der Totterturm von der Bundespost gebaut. Elke Steinhaus bewunderte die Arbeiten in luftiger Höhe.

Steinhaus kann sich noch ganz genau an den Bau des Turms in den 1980er Jahren erinnern. Damals entstand auch die historische Aufnahme, die die Arbeiten an einer der Plattformen zeigen. „Damals verfolgte ich fasziniert die Arbeiten und bewunderte die Arbeiter in luftiger Höhe“, schreibt Steinhaus der Tageblatt-Redaktion. Charakteristisch sind vor allem die Antennenplattformen, die mit blauer Farbe angestrichen sind. Über einer weiteren kleinen Plattform am Fernmeldeturm, die unterhalb der vier Hauptplattformen liegt, befinden sich einige Mobilfunkantennen.

„Das ST hat seinerzeit um Namensvorschläge gebeten. Hierbei wurde dann Totterturm ausgewählt.“

Norbert H. Posthum

Allerdings: „Die oberste der vier Plattformen ist nicht für Antennen ausgelegt“, weiß Regina Mengel zu berichten, die in dieser Woche gemeinsam mit ihrem Mann gerätselt hat. Der habe früher Amateurfunk betrieben und kenne technische Details wie diese: „Der Fernmeldeturm ist eine Kabelkopfstation. Das ist ein Teil eines Breitbandkabelnetzes und dient zur Einspeisung sämtlicher im entsprechenden Netz verfügbaren Signale. Breitbandkabelnetze zur Verteilung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen sind in Baumstruktur aufgebaut. Der Stamm dieses Baumes endet in der Kabelkopfstelle. Sie stellt das Bindeglied zwischen dem Kabelnetz und den Funknetzen dar und übernimmt die erforderliche Frequenzumsetzung.“ Und: Bei den vier Antennenspitzen handele es sich zum sogenannte Yagi-Richtantennen. Diese würden wahrscheinlich für den analogen UKW-Hörfunk verwendet.

Der Fernsehturm und Rundfunksender trägt die offizielle Typbezeichnung FMT 9/84 und ist das zweithöchste Bauwerk der Stadt.

Auch das Programm des Lokalsenders Radio RSG würde über den Totterturm gesendet, berichtet Norbert H. Posthum weiter.

Der Turm wurde von der Bundespost aus Stahlbeton errichtet. Architekt war Erwin Heinle. Fritz Leonhardt als Ingenieur hat die technische Seite geplant, wissen die ST-Leser Posthum und Mengel zu berichten. Öffentlich zugänglich ist der Totterturm nicht. Den ein oder anderen Solinger dürfte das Erklimmen dennoch reizen. Denn, berichtet Posthum: „Er würde einen Ausblick bis in die Rheinebene ermöglichen. Die Höhe beträgt 309 Meter über NN.“ Allein schon wegen seiner Höhe habe das Bauwerk ein ähnliches Alleinstellungsmerkmal wie das ehemalige Karstadt-Hochhaus.

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