Historisches Foto

Welches Gebäude suchen wir?

Welches Gebäude suchen wir?
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Welches Gebäude suchen wir?

In der vergangenen Woche suchten wir das heutige Zentrum Frieden. In dieser Woche ist es etwas kniffeliger.

Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Was verbinden Sie mit dem Motiv? Welche Erinnerungen haben Sie? Kleiner Tipp: Den Ort gab es bereits im Mittelalter. Wenn Sie ihn kennen, senden Sie uns Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis kommenden Donnerstag, 6.  Mai, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder – noch einfacher - per E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de

Von Sebastian Dorfmüller

Solingen. Mit dem historischen Foto vergangener Woche suchten wir ein altes Gebäude aus der Wupperstraße neben der Volksschule Kannenhof. Es zeigt das gut bekannte Heilige Kreuz Kloster mit Klosterkirche, das heutige Zentrum Frieden. Zahlreiche ST-Leser wie zum Beispiel Dagmar Cristello, Sabine Wichert, Sabine Jurican und Axel Tobias erkannten das Gebäude. „Wir sind dort immer zur Schulmesse gegangen, der anschließende Weg zur Volksschule Kannenhof war dann sehr kurz“, erinnert sich Achim Pitzer. Um das Jahr 1900 befand sich in dem Gebäude der Marienstift, ein Waisenhaus der Augustinerinnen aus Neuss. „Im Inneren befindet sich ein Stein mit den Jahreszahlen 1903/1904“, schreibt Regina Mengel. Ab 1925 wurde es zusätzlich als Kindergarten genutzt, bevor es 1936 in ein Altersheim umgewandelt wurde. Nach der Beschädigung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg wurde es 1963 nach den Plänen der Architekten Theo Theysen und Alfons Neuhaus neugebaut. „Es beherbergte die Kongregation der Schwestern Jesu des Gekreuzigten“, schreibt Ralf Kemper.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg beherbergte das Gebäude die Kongregation der Schwestern Jesu des Gekreuzigten.

„Der linke Flügel umfasst die Kirche mit Turm, die drei weiteren umschließen den Innenhof“, erklärt Werner Janßen. Er hat 1964 seine Maurerlehre bei der Firma Kissel-Rapid begonnen. „Das war meine erste Baustelle und ich erlernte hier zunächst den Betonbau und nicht das Mauern“, erinnert er sich. Auch ST-Leser Werner Valkieser begann zeitgleich als 14-Jähriger auf dieser Baustelle seine Ausbildung bei einem Solinger Bauunternehmen. „Später sollte mich noch ein besonderer Moment mit diesem Gebäude verbinden“, schreibt er weiter. 1973 haben er und seine Frau in der Klosterkirche den Bund fürs Leben geschlossen.

Viele Nonnen der Kongregation waren krank oder hatten eine Behinderung und widmeten sich weitestgehend dem Gebet. „Einmal durfte ich mir eine Klosterzelle ansehen“, schreibt Sabine Wichert. „Es war ein schmaler Raum mit einem Tisch, einem Bett und einem kleinen Kleiderschrank“. Das Fenster war auf Bodenhöhe, weswegen der Raum nur sehr spärlich beleuchtet worden sei.

Das Gebäude wurde schließlich an eine Fokolar-Bewegung übergeben und ist nun ein Begegnungshaus für Menschen aller Art.

Auch kamen viele der Nonnen aus dem Ausland, weswegen auch die Übersetzung verschiedener Glaubenstexte zu ihren Aufgaben gehörten. „Die Oberin kam aus Frankreich, meinem Heimatland. Wenn meine Eltern mich in Solingen besucht haben, planten wir immer ein Treffen mit ihr ein“, erinnert sich Francoise Moll. „So konnten sie sich mit ihr gepflegt auf Französisch unterhalten“, schreibt er weiter.

„Im Jahr 1981 wurde das ehemalige Kloster von der Diözese Köln an die Fokolar-Bewegung übergeben“, schreibt Norbert H. Posthum. „Die feierliche Übergabe erfolgte mit Kardinal Höffner“, berichtet Ralf Kemper. Daraufhin erhielt das Gebäude den Namen Zentrum Frieden. In den 90er Jahren erfolgte dann ein großer Umbau. So stellte sich zum Beispiel heraus, dass das Dach an vielen Stellen undicht war. „Erste Baumaßnahmen waren nötig, um nicht wegzuschwimmen“, schreibt Hermann Dörpinghaus. Carolin Artmann war in den 80er Jahren Messdienerin und habe häufig die Messe besucht. 2015 sei sie dann aus beruflichen Gründen an den Kannenhof zurückgekehrt. „Jetzt leite ich das Begegnungshaus Zentrum Frieden, in dem ich mit meiner Familie bereits viele Feste feierte“.

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