Solingen im historischen O-Bus einmal anders entdecken

Bieten regelmäßige Touren an: Jürgen Tschöp (v. l.), Jonas Dümpe und Daniel Frydrycy vom O-Bus-Museum Solingen. Foto: Moritz Alex
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Bieten regelmäßige Touren an: Jürgen Tschöp (v. l.), Jonas Dümpe und Daniel Frydrycy vom O-Bus-Museum Solingen. Foto: Moritz Alex

Stadtrundfahrten an zwei Sonntagen im Monat

Von Karl-Rainer Broch

Eine ungewöhnliche O-Bus-Fahrt auf den Strecken der regulären Linien 681 und 682 erlebten gestern historisch interessierte Solinger. Denn sie erfuhren durch die Stadtführer Horst Rosenstock und Dietmar Vogt in zwei Fahrzeugen des O-Bus-Museums Solingen wissenswerte und vielfach unbekannte Informationen über die Gebäude links und rechts der Strecke. Neben dem O-Bus Nummer 42 aus der dritten Generation kam der Mercedes- Benz-Dieselbus (Baujahr 1982) zum Einsatz, gefahren von Hartmut Sack und Daniel Frydrycy.

Auch für die erfahrenen Stadtführer ist die Fahrt mit dem O-Bus ein besonderes Ereignis: „Es macht großen Spaß, auf die Besucher einzugehen und auch von alten Solingern zu erfahren, dass sie das wohl noch nie so gesehen haben.“ Sowohl Rosenstock als auch Vogt haben ihre eigene Art, ihr Wissen zu vermitteln, aber: „Die Eckpunkte bleiben gleich.“ Vor allem waren das die teilweise nicht mehr vorhandenen Gebäude renommierter Solinger Industriebetriebe, seien es die Firmen Krups, Kieserling & Albrecht oder Rautenbach. Mit „Dönekes“ wartete Horst Rosenstock auch auf: „Der Schlagbaum als größte Solinger Kreuzung war früher die Grenze zwischen Wald und Gräfrath, da hat es wohl wirklich einen Schlagbaum gegeben.“ Warum der Graf-Wilhelm-Platz so heißt, erfuhren die Mitfahrenden auch: „Graf Wilhelm II. von Berg verlieh 1374 Solingen die Stadtrechte.“ Die Skulptur „Dreieck“ nebenan am Kreisverkehr hatte ihren Namen vom Dreieck bekommen, wo früher die Straßenbahnen, die aus drei Richtungen kamen, ihre Haltestelle hatten.

Nach 60 Jahren wieder mit dem Bus aus der Lehrzeit gefahren

Der Solinger Michael Borgmann hatte zusammen mit seiner Frau die Tour aus einem besonderen Grund mitgemacht: „Ich bin während meiner Lehrzeit dreieinhalb Jahre immer vom Schleifersberg zum Grünewald gefahren und wollte nach 60 Jahren die Fahrt noch einmal wiederholen.“ Er bedauerte allerdings, dass er nicht mit dem O-Bus Nummer 59 samt Anhänger Nummer 06 fahren konnte, der zurzeit wieder fahrbereit gemacht wird: „Mit dem bin ich damals immer gefahren.“ Und Erhard und Rosemarie Emons ließen es sich nicht nehmen, den mit Werbung ihrer Reinigungsfirma frisch lackierten O-Bus 42 auf seiner Tour im neuen Gewand zu begleiten.

Die nächste historische Tour ist am 23. August. Am 9. August gibt es die Ritter-Tour ab Graf-Wilhelm-Platz (stündlich ab 11.50 Uhr bis 16.50 Uhr) nach Burg.

www.obus-museum-solingen.de

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