Ratschläge zum Naturschutz

Heimischen Vogelarten jetzt mit Nistkästen helfen

Jetzt sollen die Solinger Nistkästen für heimische Vögel aufhängen. Sibylle Hauke von der BUND-Kreisgruppe zeigt ein Exemplar. Foto: Christian Beier
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Jetzt sollen die Solinger Nistkästen für heimische Vögel aufhängen. Sibylle Hauke von der BUND-Kreisgruppe zeigt ein Exemplar.

BUND-Solingen gibt Ratschläge zum Naturschutz.

Von Philipp Müller

Solingen. Wenn das Frühjahr kommt, freuen sich viele Solinger über das fröhliche Vogelgezwitscher. Das ist auch die Zeit, in der die gefiederten Tiere ihre Eier legen. Doch geschützte Plätze werden seltener, auch die Zahl der Vögel könnte höher sein. Daher bittet die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) darum, jetzt überall dort Nisthilfen aufzuhängen, wo es in privaten Gärten und an Häusern möglich ist.

Gefahr drohe den brütenden Paaren in der Natur oft durch freilaufende Katzen, sagt Sibylle Hauke. Sie ist die Sprecherin der Solinger Kreisgruppe des BUND. Sie sagt, dass die heimischen Vögel die Nistkästen deshalb gerne annehmen. Besonders die Meisenarten hat sie dabei im Blick.

„Wichtig ist, dass die Kästen hoch genug hängen.“
Sibylle Hauke, BUND-Solingen

Die Naturschützer haben auf ihrer Homepage für die Nistkästen auch eine Bauanleitung veröffentlicht. Aber Hauke verweist auch auf den Fachhandel. „Wichtig ist, dass die Kästen hoch genug hängen.“ Denn kletterfreudige Nager und auch Katzen dürfe es nicht zu leicht gemacht werden, sich über die Eier und Vögel herzumachen. Das gelte auch für Halbhöhlen. Das sind Nistkästen mit ganz breitem Zugang. Diese brauchen etwa Rotkehlchen und der Zaunkönig. Auch die Haussperlinge nutzen gerne die Nistmöglichkeiten, die ihm der Mensch anbietet. Aber die Spatzen brauchen in der Umgebung auch eine Sandfläche, die man in einer Ecke des Gartens schaffen kann. Bestimmte Vogelarten nähmen ein Sandbad, um ihr Gefieder von Parasiten zu reinigen, erklärt Hauke.

Wer Schwalben helfen wolle, dem bietet der Handel Nisthilfen, die unter Dachvorsprüngen angebracht werden. Mache man das so, müsse aber auch sichergestellt sein, dass die Schwalben Zugang zu Lehm im Boden haben, den sie für die Ausgestaltung der Nester unbedingt brauchen, sagt Die BUND-Sprecherin.

Doch nicht immer sei alles auch erfolgreich, sagt Hauke. Sie selbst wohnt nah am Wald und hat Waldkäuzchen große Nistkästen angeboten. „Das hat bisher nicht geklappt – aber die Blaumeisen nehmen den Kasten an.“

Solingen: Futterhäuschen brauchen sehr viel Pflege

Nicht nur im Winter, sondern über das ganze Jahr verteilt freuen sich die heimischen Vögel auch über Futter. Doch die klassischen Futterhäuschen sind nicht ohne Pflege zu betreiben, erklärt die Kreissprecherin. „Die Vögel stapfen durch das Futter und können sich so gegenseitig mit Krankheiten anstecken.“ Daher müsse das Futter regelmäßig ausgetauscht und das Futterhaus gereinigt werden.

Bei der Wahl des Futters rät sie von Mischungen mit zu viel Weizenkeimen ab. Sonnenblumenkerne seien eine gute Wahl. Zudem müsse das Futter unbedingt trocken bleiben.

Sibylle Hauke beantwortet ST-Leser-Fragen unter: info@bund-solingen.de

Teilnehmer der Aktion «Stunde der Wintervögel» des Naturschutzbundes haben wieder fleißig gezählt. Das Ergebnis: Der Spatz liegt an der Spitze. Besonders niedrige Zahlen werden von der Blaumeise gemeldet.

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