Gerd König richtet Essen für Alleinstehende aus

Heiligabend nicht allein sein: Gastronom sucht Mitstreiter

Gerd König lädt Alleinstehende zum Heiligabend-Essen ein. Foto: Christian Beier
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Gerd König lädt Alleinstehende zum Heiligabend-Essen ein.

Schon zum achten Mal soll in diesem Jahr an Heiligabend ein gemeinsames Essen für Menschen stattfinden, die den besonderen Abend nicht allein verbringen möchten.

Von Christian Beier

Solingen. Sieben Mal wurde die Veranstaltung vom Ohligser Gastronomen Gerd König organisiert. Er nennt den Abend schlicht „niemand muss Heiligabend alleine sein“.

Angefangen hat es vor neun Jahren im Walder Al B’Andy, das damals von König betrieben wurde. Hier spielte sich auch diese anrührende Situation ab, an die sich der Gastronom noch gut erinnert. Ein russischer Gastprofessor war nach einer Operation aus dem Klinikum entlassen worden. Eine Studentin, die ihn dort eigentlich nur besuchen wollte, nahm den Professor in ihrem Auto mit. Die beiden irrten durch die Stadtteile, die an Heiligabend fast ausgestorben schienen. Kein Lokal hatte geöffnet, in dem sie etwas essen konnten. Licht schien nur aus der Walder Kneipe, an der sie vorbei kamen und in der gerade der Heiligabend gefeiert wurde. Die beiden Reisenden wussten gar nicht, wie ihnen geschah, als sie eintraten und spontan zum Abendessen eingeladen wurden. „Das war für die zufälligen Gäste so rührend, dass sie Tränen in den Augen hatten.“

In diesem Jahr findet der Abend im Gemeindesaal an der Corinthstraße ab 18 Uhr unter den gängigen Corona-Regeln für Gastronomie statt. Abgewiesen wird hier sicher kein spontaner Gast, betont Gerd König. Essen sollte für alle reichlich da sein. Aber eine telefonische Anmeldung, bis eine Woche vor der Veranstaltung, ist für die Planung notwendig und bei ihm unter Tel. (02 12) 12 85 34 43 oder bei der Walder Gemeindeschwester Bettina Hahmann, Tel. (02 12) 31 80 25 möglich.

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Im letzten Jahr musste das Essen pandemiebedingt ausfallen. Für dieses Jahr hofft König, dass sich wieder viele Gastronomen bei ihm melden, die leckere Gerichte für die Gäste beisteuern möchten. König und seine Helfer bringen dann einen Tag zuvor leere Töpfe und Rechauds in die jeweiligen Restaurantküchen und holen sie gefüllt wieder ab.

Geldspenden gehen an die Solinger Hospizstiftung

Aufgewärmt werden soll das Festmahl in der Profiküche von Andreas Heibach im Walder Stadtsaal. Neben Kaninchenbraten und Lachslasagne gab es bisher Schmorbraten, tolle Desserts und viele andere Köstlichkeiten. Was an Beilagen fehlt, kocht König dann noch in der Küche seines Restaurants Esszimmer.

Außerdem hat es sich in den Vorjahren ergeben, dass weitere Solinger Firmen Sachspenden beisteuern und so ein Gabentisch für die Gäste aufgebaut werden kann. Auch der Wunsch Geld spenden zu können, werde oft laut. Der Gastronom will es an die Solinger Hospizstiftung weiterleiten oder zur Direktspende an diese animieren. „Oft kommen Gäste bei mir vorbei, die einfach noch was Gutes zum Fest tun möchten. Diese Spenden möchte ich gerne an das Palliative Hospiz weiterleiten.“

www.hospizstiftung-solingen.de

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