Biologische Station

Heide im Miniaturformat: Barrierefreier Lehrpfad ist fertiggestellt

Anke Kottsieper und Jan Boomers (v. l.) von der Biologischen Station zeigten den Förderern Wolfgang Wüsthof, Eckhard Forst, Matthias Sinn und Christoph Boddenberg die überarbeitete Anlage.
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Anke Kottsieper und Jan Boomers (v. l.) von der Biologischen Station zeigten den Förderern Wolfgang Wüsthof, Eckhard Forst, Matthias Sinn und Christoph Boddenberg die überarbeitete Anlage.

Solingen. Die Biologische Station Mittlere Wupper (BSMW) hat ihren Lehrpfad in der Ohligser Heide neu gestaltet.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Nun können Besucherinnen und Besuchern auf einem 150 Meter langen Rundweg die Besonderheiten der Heidelandschaft im Miniaturformat erleben – mit typischen Pflanzen wie dem Gagelstrauch, der Glockenheide oder dem Beinbrech, auch Moorlilie genannt.

2005 angelegt, ist das Gebiet über die Jahre in eine Art Dornröschschlaf gefallen – und wurde nun wieder zum Leben erweckt. Hinter einem zur Seite rollbaren Tor gibt es nun ein Paradies unter anderem für Heidelibellen oder den Gelbrandkäfer.

„Wir haben das Gebiet nun in zweierlei Hinsicht ertüchtigt“, sagt Anke Kottsieper von der BSMW. Zum einen seien die beiden längst verlandeten Tümpel neu ausgekoffert und neu angelegt worden. Mulchfolie verhindere nun ein allzu schnelles Trockenfallen: „Gerade aktuell für die wassergebundenen Insekten und Amphibien sehr wichtig, denn alle anderen Gewässer im Heidegebiet leiden derzeit unter akutem Wassermangel.“ Zum anderen habe man sich konsequent der Inklusion angenommen. So wurden das Gefälle des Rundweges verringert und Holzgeländer gesetzt, um Gehbehinderten den Zugang zu erleichtern. Außerdem ist jede der sieben Infotafeln mit Braille-Schrift ausgestattet und verfügt zudem über einen QR-Code, der die Erläuterungen aufs Smartphone holt, die über eine App vorgelesen werden können.

Viele Förderer machten die Umgestaltung möglich

Die Neugestaltung wurde durch die Zusammenarbeit mehrerer Akteure mit der BSMW möglich: Die Stadt Solingen als Flächeneigentümer, der Landschaftsverband Rheinland (LVR), die NRW-Bank, die Stiftung Wolfgang Wüsthof, und die Ohligser Jongens unterstützten finanziell. Aber auch der tatkräftigen Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer der Naturschutzverbände sowie der Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule, der Albert-Schweitzer-Schule und des Humboldtgymnasiums sei es zu verdanken, dass „zum Beispiel die 350 Kilogramm schwere Teichfolie im Januar an Ort und Stelle platziert werden konnte“, wie Jan Boomers von der Biologischen Station dankbar betont.

Zur offiziellen Eröffnung schauten sich auch Matthias Sinn in Vertretung von Dezernent Andreas Budde, Christoph Boddenberg vom LVR. Eckhard Forts von der Förderbank NRW-Bank und Wolfgang Wüsthof von der gleichnamigen Stiftung den neuen Heide-Lehrpfad an. In ihren Grußworten hoben sie die Bedeutung hervor, solche Projekte in der Natur im Sinne der Nachhaltigkeit zu unterstützen. Denn nur so könne Menschen die Bedeutung der Natur anschaulich und unmittelbar nähergebracht werden. Dass dies nun im Heide-Lehrpfad auch barrierefrei möglich sei, sei darüber hinaus ein Gewinn, sagt Boomers.

Anfahrt: Der Heide-Lehrpfad ist öffentlich zugänglich und liegt rund 700 Meter vom Wanderparkplatz Ohligser Heide am Engelsberger Hof entfernt.

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