Wohnungsgipfel

Haus & Grund beklagt zu wenig Wohnraum

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Dr. Hans Reinold Horst ist Verbandsvorsitzender und Sprecher von Haus & Grund Solingen. Er sagt: „Die Regierung hat es versäumt, Privatpersonen zu ermuntern, Mietwohnraum anzubieten.“

Der Eigentümerverband übt Kritik an Bund und Land anlässlich des Wohnungsgipfels und lobt die Solinger „Allianz für Wohnen“.

Solingen. Der Eigentümerverband Haus & Grund Solingen zieht eine kritische Bilanz der Wohnungspolitik der vergangenen vier Jahre in Bund und Land: „Leider hat sich die Bundesregierung auf die Verwaltung des Wohnraummangels beschränkt. Sie hat es vollständig versäumt, Privatpersonen zu ermuntern, Mietwohnraum anzubieten. Die Landesregierung in NRW unterstützt diese Richtung“, kritisiert Dr. Hans Reinold Horst, Verbandsvorsitzender und Sprecher von Haus & Grund Solingen.

Anlass der Kritik ist der Wohnungsgipfel, der in dieser Woche in Berlin stattfand. Zunehmende Mietenregulierung, staatliche Wohnraumlenkung sowie steigende Bürokratielasten führten dazu, dass sich das Vermieten für viele private Kleinvermieter nicht mehr lohne, so Horst.

Solingen: Bedarf an Wohnraum wächst zunehmend

Solingen sei immerhin auf einem guten Weg, betont der Verbandsvorsitzende. Es sei gut, dass die Klingenstadt mit einem „Handlungskonzept Wohnen“ und einer „Allianz für Wohnen“ in der so notwendigen Wohnbauoffensive die Zügel selbst und verantwortlich in die Hand nehme. Denn der Bedarf nach mehr Wohnraum in Solingen wachse zunehmend: „Das betrifft Zuzüge von der Rheinschiene genauso wie die angemessene Versorgung der in den letzten Jahren gewachsenen Bevölkerung mit niedrigerem Einkommen.“

Verbandsvorsitzender und Sprecher von Haus & Grund Solingen Dr. Hans Reinold Horst.

Nach vorbereitenden Abstimmungen und Absichtserklärungen wurde die „Allianz für Wohnen“ nun auch offiziell gegründet. Das Modell, mit dem andere Städte bereits gute Erfahrungen gemacht haben, bringt Akteure der Immobilienwirtschaft in Solingen gemeinsam mit der Verwaltung an einen Tisch. Dr. Hans Reinold Horst betont: „Wir freuen uns, dass auch wir eine aktive Rolle in diesem Bündnis bekleiden.“ Ein wichtiges Ziel sei jetzt, die richtige Balance zwischen Wohnraumangebot, Gewerbe- und Händlerstandort zu finden.

Solingen: Die Innenstadt muss wieder attraktiver werden

„Ebenso wichtig ist es, das Verkehrs- und Innenstadtkonzept in Richtung einer wieder steigenden Attraktivität zu entwickeln.“ Voraussetzung dafür sei laut Haus & Grund, dass die City leicht erreicht werden könne, die Verkehrsführung flüssiger werde und vor allem Parkmöglichkeiten geschaffen würden. Die Stadt Solingen erarbeitet derzeit ein Gesamtverkehrskonzept für die Innenstadt im Zuge von „City 2030“. Darin soll unter anderem auch der Neubau der Sparkassen-Hauptstelle berücksichtigt werden. Politischen Streit gibt es vor allem darüber, ob und wie die Innenstadt, die künftig mehr Wohnungen und weniger Fläche für den Handel haben wird, verkehrsberuhigt werden soll.

Generell besorgt sieht Horst, dass neben „gesetzlich verschärfenden Eingriffen ins Mietpreisrecht“ Bundes- und Landesregierung die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen faktisch verbieten wollten. „Gerade in der Chance, die gemietete Wohnung zu einem erschwinglichen Preis zu kaufen, liegt auch für Mieter ein großes Stück Zukunftsvorsorge und Zukunftssicherung.“

„Allianz für Wohnen“

Wer: Beteiligt an der Solinger „Allianz für Wohnen“ sind unter anderem Eigentümer, Genossenschaften, Mieter, Projektentwickler, Bauträger und Architekten.

Warum: Die Allianz schließt an das „Handlungskonzept Wohnen“ an, dass die Stadt vorgelegt hat, um die Wohnraumversorgung angesichts einer wachsenden Bevölkerung und steigender Immobilienpreise für die kommenden Jahre sicherzustellen.

Wie: Auszüge aus der Absichtserklärung finden Sie bei uns online. t1p.de/rwjr

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