Fünffache Kindstötung

Hasseldelle: Prozess nähert sich der Urteilsverkündung - Staatsanwalt fordert Höchststrafe

Die Solingerin, die im vergangenen Jahr fünf ihrer sechs Kinder getötet haben soll, steht diese Woche zum letzten Mal vor Gericht.
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Die Solingerin, die im vergangenen Jahr fünf ihrer sechs Kinder getötet haben soll, steht diese Woche zum letzten Mal vor Gericht.

Die Solingerin, die im vergangenen Jahr fünf ihrer sechs Kinder getötet haben soll, steht diese Woche zum letzten Mal vor Gericht. Am Donnerstag soll das Urteil gesprochen geben.

Solingen. Am heutigen Dienstag halten Staatsanwaltschaft und Verteidiger ihre Plädoyers. Die Staatsanwalt hat die Höchststrafe für die Mutter der Kinder gefordert. Sie wirft der Solingerin vor, im September vergangenen Jahres ihre drei Töchter und zwei Söhne im Alter von einem bis acht Jahren in ihrer Wohnung in der Hasseldelle erstickt oder in der Badewanne ertränkt zu haben – sie unternahm nach der mutmaßlichen Tat einen Selbstmordversuch am Düsseldorfer Hauptbahnhof, wo sie sich vor einen heranfahrenden Zug warf und dabei verletzt wurde. Als einziges Kind der Familie überlebte der älteste Sohn (12) die Tat, der inzwischen bei seiner Großmutter in Mönchengladbach lebt. Die Staatsanwaltschaft beantragte heute lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die 28-Jährige sei voll schuldfähig und habe ihre fünf Kinder heimtückisch umgebracht. Diese seien völlig arglos gewesen, als sie von ihrer eigenen Mutter betäubt und dann ertränkt oder erstickt worden seien. Die Nebenkläger schlossen sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an. Auf die Frage des Gerichts, ob sie zum Antrag der Staatsanwaltschaft noch etwas zu sagen habe, antwortete die Angeklagte kurz mit „nein“.

Bis heute hat sich die Angeklagte im Prozess nicht geäußert, Gutachter bescheinigen ihr aber volle Schuldfähigkeit. Eine eigene Täterschaft bestritt sie in Gesprächen mit psychiatrischen Gutachtern bislang vehement. Ein maskierter Mann sei in die Wohnung der Familie eingedrungen und habe ihr unter Ausübung von Zwang die Hände bei der Tat geführt, so die Darstellung der Angeklagten. Die Chat-Nachrichten erhärten hingegen den Tatverdacht gegen die 28-Jährige. „Du wirst deine Kinder nie wiedersehen“, schrieb sie ihrem Ex-Mann kurz nach der Tat. Sie hatte gerade dessen neues Profilbild mit seiner neuen Freundin bei Whatsapp entdeckt. Eifersucht wird als mögliches Motiv für die Tat gehandelt.

Ermittler gehen davon aus, dass die Veröffentlichung einer neuen Beziehung ihres Mannes zu der Tat geführt haben könnte. Der Prozess gegen Christiane K. geht diese Woche nach einem halben Jahre zu Ende.

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