Corona-Krise

Hartschen-Schule nimmt Unterricht auf

Die Wilhelm-Hartschen-Schule startet am Mittwoch.
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Die Wilhelm-Hartschen-Schule startet am Mittwoch.

Förderschulen stehen vor besonderen Herausforderungen.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Auch die Wilhelm-Hartschen-Schule (WHS) startet am Mittwoch wieder mit dem Präsenzunterricht. Die Schüler der beiden anderen Solinger Förderschulen, die Carl-Ruß-Schule und die Erika-Rothstein-Schule, werden bereits seit über drei Wochen wieder tageweise unterrichtet. Für die Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wie die WHS geht es in ganz NRW erst jetzt wieder los. „Wir müssen sehr viele Vorbereitungen treffen“, sagt Rektorin Ingrid Lebeck.

So galt es unter anderem die Transportfrage für die zum Teil schwerstbehinderten Kinder und Jugendlichen zu klären. Für viele Familien war die lange schulfreie Zeit eine besondere Belastung. Manche Eltern wollten ihre Kinder aber weiter zu Hause betreuen, weil diese zur Risikogruppe zählen.

Ab Mittwoch komme an jedem Tag eine Jahrgangsstufe in die Schule. Die jeweils rund 30 Schüler würden in Kleingruppen in verschiedenen Räumen unterrichtet. Um die Abstände einzuhalten, würden mehr Lehrer als Aufsicht gebraucht, erklärt Lebeck. „Vielen unserer Schüler fällt es schwer, Distanz zu halten.“ Auch Mund-Nase-Masken tolerierten viele nicht. Für das Kollegium und Betreuer habe die Schule FFP2-Masken, Gesichtsvisiere sowie Einmalschürzen beschafft, da einige Schüler gewickelt werden. „Handschuhe und Desinfektionsmittel haben wir immer da.“

Fünf Schultage sind laut Lebeck für jeden der 150 Schüler bis zu den Sommerferien geplant. „Wir freuen uns, die Kinder wiederzusehen, aber es ist auch ein irrer Aufwand.“

Solingen: Schüler holen Arbeitspakete in der Schule ab

An der Erika-Rothstein-Schule mache es sich zwar positiv bemerkbar, dass nun in kleinen Gruppen von maximal sieben Schülern unterrichtet werde, sagt Rektorin Susanne Baratti. „Die Kinder können so ganz anders gefördert werden.“ Doch es gebe auch Schwierigkeiten. „Gerade für die Jüngeren ist die Situation unverständlich, weil die Gefährdung für sie nicht erkennbar ist.“ Viele wirkten auch durch die Mund-Nase-Masken traumatisiert: „Unsere Schüler sind auf Mimik angewiesen, in den Klassenräumen dürfen sie die Masken deshalb abnehmen.“

Zusätzlich zum Unterricht kämen sie an einem weiteren Tag in die Schule, um mit den Lehrern ihre Arbeitsmappen durchzusehen, berichtet Baratti. Da vielen Familien die elektronischen Geräte fehlten, werden auf diese Weise weitere Aufgaben verteilt.

Auch an der Carl-Ruß-Schule würden schwer erreichbare Schüler mitunter allein zum Gespräch mit dem Lehrer eingeladen, berichtet Rektor Rainer Semmler. Einen Tag pro Woche haben die Schüler Unterricht in einer Gruppe von maximal sieben, betreut von bis zu drei Lehrern. „Das läuft gut.“ Für den Abschied des Abschlussjahrgangs in Corona-Zeiten habe man sich etwas einfallen lassen. Die Mottowoche läuft nun virtuell ab. Statt verkleidet in die Schule zu kommen, schicken die Schüler Fotos.

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