Persönlichkeiten

Sie haben das Jahr 2020 mitgeprägt

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Im Januar hatten wir Frauen und Männer benannt, die in Solingen auf sich aufmerksam machen werden – eine Bilanz.

Im Januar hatten wir Frauen und Männer benannt, die auf sich aufmerksam machen werden – eine Bilanz.

Von unserer Redaktion

Solingen. Anfang Januar, die Pandemie war noch kein Thema in Solingen, schrieb die ST-Redaktion über Frauen und Männer, die 2020 auf sich aufmerksam machen werden. Trotz Coronavirus ist ihnen das gelungen. Heute ziehen wir Bilanz.

Politik – Janina Rhode und Daniel Flemm: Gemessen an dem Anspruch, den Stadtrat zu verjüngen, war die Kommunalwahl am 13. September ein großer Erfolg.

Sie haben 2020 auf sich aufmerksam gemacht: Janina Rhode...

Nicht nur das Durchschnittsalter der Ratsmitglieder sank von mehr als 60 auf knapp 48 Jahre. Dem 53-köpfigen Gremium gehören auch 35 neue Mitglieder an. Dafür haben alle Parteien gesorgt. Zwei junge Politiker hatten wir vor einem Jahr besonders in der Pflicht gesehen: 

Der eine war Daniel Flemm. Er hat vor der Wahl nicht nur dazu beigetragen, dass sich bei der Kandidatenaufstellung seiner CDU viele Jüngere durchsetzten. Der 31-Jährige ist auch neuer Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion.

... und Daniel Flemm sorgten für eine Verjüngung des Stadtrats.

Als Kreissprecherin der Grünen war Janina Rhode (20) angetreten, die Mannschaft ihrer Partei zu verjüngen. Das ist ihr gelungen. Auch sie selbst gehört jetzt dem Rat an. Da dies bei den Grünen nicht mit dem Amt der Parteisprecherin vereinbar ist, gab sie diese Funktion ab.

Kultur – Generalmusikdirektor Daniel Huppert: Pech hatte der neue Generalmusikdirektor. Von Daniel Huppert wurde erwartet, schnell zu zeigen, dass die Schuhe des Vorgängers Peter Kuhn nicht zu groß sind. Bei den wenigen Konzerten, die die Bergischen Symphoniker 2020 spielen konnten, wurde deutlich: Daniel Huppert trägt die Schuhe anders.

Generalmusikdirektor Daniel Huppert führte die Bergischen Symphoniker durch ein schwieriges Jahr.

Er setzt seinen Weg fort, das Orchester stets zu einer Klangeinheit zu formen, die mit viel Dynamik volles Volumen erzeugt und dort, wo es sinnvoll ist, Akzente in den ruhigen Passagen setzt, um wieder in den Gesamtklang zurückzufinden. Huppert bewies auch viel Engagement, indem er den Corona-Spielplan schnell aufstellte und immer spielen ließ, wenn es irgendwie ging. Stets mit dem Anspruch eines Profiorchesters – auch wenn nur die kleine Besetzung möglich war.

Sicherheit – die Solinger Polizeichefin Claudia Schepanski: Sie blickt auf ein bewegtes Jahr zurück. Sorgte sie im März zunächst für Diskussionen, als sie bei einem Pressegespräch die Innenstadt in puncto Kriminalität als Brennpunkt bezeichnete, distanzierte sie sich später von dieser Aussage.

Polizei-Chefin Claudia Schepanski stieß eine Debatte um Sicherheit in der City an.

Zahlen, mit denen die Solinger Behörde vor der Veröffentlichung der offiziellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) an die Öffentlichkeit gegangen war, seien nicht aussagekräftig, hieß es später. Eine belastbare Aussage, wie sich die Kriminalität in der City tatsächlich entwickelt hat, wird sich wohl erst nach der Veröffentlichung der PKS 2020 treffen lassen. Insgesamt war die Polizei in diesem Jahr stark eingespannt, weil sie Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei der Kontrolle der Corona-Schutzmaßnahmen unterstützte.

Gesundheit – Klinikum-Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer: Anfang 2020 hatte Matthias Dargel noch die Aufgabe, als kommissarischer Geschäftsführer die Sanierung des Städtischen Klinikums zu begleiten. Im August wurde er abgelöst – mit Dr. Martin Eversmeyer kam ein neuer kaufmännischer Geschäftsführer und erfahrener Sanierer.

Dr. Martin Eversmeyer hat als kaufmännischer Geschäftsführer die Sanierung des Klinikums übernommen.

Ende November hat das Klinikum den „Masterplan“ für die kommenden Jahre vorgestellt – er sieht 120 Millionen Euro an Investitionen vor, soll das Angebot in vielen Bereichen neu aufstellen, die Einnahmen verbessern und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Dafür gab es viel positive Resonanz. Nun muss Eversmeyer den Plan umsetzen, was ihn weit über 2021 hinaus beschäftigen wird. Diese Zeit hat er: Angetreten ist er mit einem Fünf-Jahres-Vertrag.

Sport – BHC-Profi Alexander Weck: 2020 hätte ein großes Jahr für Alexander Weck werden sollen. Der Handball-Profi von Bundesligist Bergischer HC trat mit einem Zweitspielrecht zusätzlich eine Klasse darunter für den VfL Gummersbach an und entwickelte sich bis Anfang März stetig weiter. Dann kam Corona, wenig später der Saisonabbruch. Es dauerte 207 Tage, bis der Spielbetrieb Anfang Oktober wieder begann – doch Weck konnte nicht dabei sein.

Und Handballer Alexander Weck entwickelte sich stetig weiter, bis ihn eine Verletzung stoppte.

Vier Tage vor dem Auftaktspiel der Bergischen Löwen in Magdeburg erlitt der Solinger im Training einen Kreuzbandanriss im Knie. Bislang ist der wurfgewaltige Rückraumspieler noch nicht wieder auf das Feld zurückgekehrt. Mit 20 Jahren ist Weck noch jung, er wird seinen Weg beim BHC gehen. Doch er gehört 2020 zu den großen Pechvögeln.

Rückblick auf ein herausforderndes aber gutes Jahr – Das Hochwasserprojekt am Eschbach konnte abgeschlossen werden.

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