Wegen Sanierung

Das Gymnasium Schwertstraße bereitet sich auf den Umzug vor

Ulrich Nachtkamp, Direktor des Gymnasiums Schwertstraße, zeigt den Altbau der Schule, der ab Sommer kernsaniert wird. Foto: Christian Beier
+
Ulrich Nachtkamp, Direktor des Gymnasiums Schwertstraße, zeigt den Altbau der Schule, der ab Sommer kernsaniert wird.

Ab Mitte Juli soll das Gebäude der Hauptschule Höhscheid bezogen werden. Danach werden die Container am alten Standort eingerichtet.

Von Anja Kriskofski

Noch stehen keine Umzugskartons im Gymnasium Schwertstraße. Das Kollegium habe jedoch bereits damit begonnen, das Inventar zu sichten, berichtet Direktor Ulrich Nachtkamp. Die Schule muss im Sommer ihren Altbau komplett räumen, weil dieser wegen statischer Probleme kernsaniert wird. Die Jahrgänge 8 bis 12 werden deshalb ab dem kommenden Schuljahr im Gebäude der auslaufenden Hauptschule Höhscheid unterrichtet. Die Unterstufe bleibt im Neubau an der Schwertstraße. „Aber wir möchten das laufende Schuljahr ganz normal zu Ende führen“, betont Nachtkamp. Der Umzug zur Krahenhöhe werde voraussichtlich in der ersten Hälfte der Sommerferien ab Mitte Juli stattfinden, heißt es aus dem Rathaus. Danach sollen die Container an der Schwertstraße bezogen werden.

Auf dem Lehrerparkplatz an der Gerichtsstraße wird eine Containeranlage aufgestellt, in der unter anderem Naturwissenschaftsräume, Cafeteria und Verwaltung während der Bauzeit Platz finden sollen. „Die Naturwissenschaftscontainer werden so manchen unserer jetzigen Fachräume übertreffen“, sagt Nachtkamp. Zudem würden die Fünft- bis Siebtklässler nur jeweils drei Stunden pro Woche in Containern unterrichtet. „Alle Klassenzimmer sind im Neubau.“

An der Krahenhöhe sollen kleinere Arbeiten durchgeführt werden

Es ist nicht der erste größere Umzug einer öffentlichen Einrichtung in Solingen. So wurden zum Beispiel vor zwei Jahren drei Jahrgänge der Geschwister-Scholl-Schule ins ehemalige Hauptschulgebäude am Rennpatt ausgelagert. Den Umzug inklusive Einpacken übernehme eine Firma, berichtet Nachtkamp. „Es gab schon eine Erhebung, was mit umzieht und was hierbleibt.“ Jede einzelne Fachschaft müsse nun entscheiden, welche Materialien wo gebraucht würden. „Manches kann auch weg, wie das alte Fotolabor.“ Das Schularchiv mit alten Klausuren und Schülerzeitungen übernehme das Stadtarchiv. Mobiliar werde zum Teil zwischengelagert.

Ulrich Nachtkamp will mit Mittel- und Oberstufe an die Krahenhöhe umziehen. „Die Schulleitung soll an beiden Standorten vertreten sein. Meine Stellvertreterin Cornelia Kasper wird deshalb an der Schwertstraße bleiben.“ Am Gebäude an der Schützenstraße soll nach dem Auszug der Hauptschule Höhscheid noch einiges verändert werden: So sollen drei Naturwissenschaftsräume für gymnasiale Anforderungen ausgestattet werden, ein weiterer werde in einem Container untergebracht. Die Stadtverwaltung kündigt zudem kleinere Renovierungsarbeiten an: So würden einige WCs erneuert, Vorhänge ausgetauscht und Malerarbeiten durchgeführt. Alle Fenster würden überprüft.

Lesen Sie auch: Solinger Schulen machen Europa zum Thema

Inzwischen haben sich auch die Elternvertreter der Schulpflegschaft ein Bild vom Ersatzgebäude an der Schützenstraße gemacht. „Der Eindruck ist durchaus positiv. Niemand muss Sorge haben, dass man dort keinen anständigen Unterricht machen kann“, betont Nachtkamp. Im Gebäude gebe es unter anderem mehr Differenzierungsräume, eine Cafeteria und einen Fahrradkeller. „Der Trumpf ist das Schulgelände mit Fußballplatz und Laufanlage.“ Der Sportunterricht soll in der Regel jedoch weiterhin für alle Klassen an der Schwertstraße stattfinden.

KERNSANIERUNG

SCHÄDEN 2018 wurden das Dach und die Fassade des Gymnasiums Schwertstraße erneuert. Bei Untersuchungen wurden Auffälligkeiten an den Deckenkonstruktionen festgestellt. Im Februar präsentierte die Stadt Solingen die Ergebnisse des Statikgutachtens: Acht verschiedene, statisch nicht nachweisbare Deckensysteme seien im Altbau des Gymnasiums verbaut, eine Kernsanierung sei unaufschiebbar. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Spätsommer 2022 dauern. Kosten: rund 25 Millionen Euro.

Die Fahrten zwischen den Standorten könnten mit dem normalen Busverkehr der Linie 683 bewältigt werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Bei Bedarf würden Kapazitäten verstärkt. Weil der Schulweg für viele länger wird, hätten mehr Schüler Anspruch auf ein bezuschusstes Schokoticket.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Autofahrer verliert Kontrolle über sein Auto und kollidiert mit dem Gegenverkehr
Autofahrer verliert Kontrolle über sein Auto und kollidiert mit dem Gegenverkehr
Autofahrer verliert Kontrolle über sein Auto und kollidiert mit dem Gegenverkehr
Händler in Solingen bereiten sich auf 2G-Regel vor
Händler in Solingen bereiten sich auf 2G-Regel vor
Händler in Solingen bereiten sich auf 2G-Regel vor
Corona: Solingen bittet Bundeswehr um Hilfe - Maskenpflicht in Schulen - Ein weiterer Todesfall
Corona: Solingen bittet Bundeswehr um Hilfe - Maskenpflicht in Schulen - Ein weiterer Todesfall
Corona: Solingen bittet Bundeswehr um Hilfe - Maskenpflicht in Schulen - Ein weiterer Todesfall
2G beschert Gastronomie in Solingen Umsatzeinbruch
2G beschert Gastronomie in Solingen Umsatzeinbruch
2G beschert Gastronomie in Solingen Umsatzeinbruch

Kommentare