Mobilität

Grünen geht die Verkehrswende zu langsam

Der Ausbau der A 3 (l.) wird wohl beschleunigt, bei neuen Radwegen geht es den Grünen hingegen zu langsam voran.
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Bei neuen Radwegen geht es den Grünen zu langsam voran.

Diskussionen um Fahrradwege und den Ausbau der A 3.

Von Andreas Tews

Solingen. Das Schaffen neuer Radwegeverbindungen geht den Grünen nicht schnell genug voran. Zum geplanten achtspurigen Ausbau der Autobahn 3 zwischen Leverkusen und Hilden werden nach ihrer Meinung alternative Lösungen nicht ausreichend geprüft, die zum Beispiel die Natur in der Ohligser Heide schonen. Beides gefährdet nach Meinung von Thilo Schnor den Klimaschutz. „So bekommt man die Verkehrswende nicht hin“, beklagt der Vorsitzende des städtischen Mobilitätsausschusses.

Mehr als bisher müssen nach seiner Meinung der Öffentliche Personennahverkehr und das Radwegenetz ausgebaut werden. Doch nach wie vor würden durch Straßenbauprojekte zu viele finanzielle Mittel gebunden.

Der Ausbau der A 3 wird wohl beschleunigt.

Im Zusammenhang mit dem A-3-Ausbau spricht der Grünen-Politiker gar von einem „fragwürdigen Politikspiel“. Der Ball sei von der Bundespolitik ins Land NRW gespielt worden, obwohl die schwarz-grüne Landesregierung nicht mitentscheiden könne. Er kritisiert, dass das von FDP-Mann Volker Wissing geführte Bundesverkehrsministerium nicht zur Debatte stelle, ob der achtspurige Ausbau nötig sei, sondern lediglich, wann er kommen solle. Dass der grüne Landesverkehrsminister Oliver Krischer der Liste mit 66 Autobahnausbauprojekten zugestimmt habe, die beschleunigt umgesetzt werden sollen, stimmt Schnor zwar nicht zufrieden. Krischer habe aber nur der Liste als ganzer zustimmen oder sie ablehnen können. Und darauf stünden einige Projekte, die auch sinnvoll seien. Der NRW-Minister habe aber nicht die Befugnis, einen A-3-Ausbau ganz abzulehnen.

Verständnis für Aktionen von Klimaschützern

Der Grünen-Ratsfraktionssprecher Frank Knoche kritisiert dieses Spiel zwischen Berlin und Düsseldorf. Die Politik habe in dieser Hinsicht versagt. Knoche: „Die Ohligser Heide kann sich nicht wehren.“ Von daher würde es ihn nicht wundern, wenn sich Menschen, die für Natur- und Klimaschutz eintreten, „auf der Straße festkleben.“

Handlungsbedarf sieht Schnor auch bei der angepeilten Veloroute zwischen Solingen-Mitte und Ohligs. Hier sei es jetzt an der Zeit, zu entscheiden. Vorschläge, noch einmal alternative Routen über die Hauptverkehrsstraßen zu prüfen, lehnt er ab. Dies sei bereits geschehen.

Der Ausbau der A 3 (l.) wird wohl beschleunigt, bei neuen Radwegen geht es den Grünen hingegen zu langsam voran.

Passend zum Thema: Region sucht gemeinsame Linie zur A 3

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