Graf-Wilhelm-Platz

Grüne Senioren wünschen Sanierung der roten Streifen

Die roten Streifen am Graf-Wilhelm-Platz wünschen sich die Grünen saniert. Außerdem soll die Kante auf null Zentimeter abgesenkt werden, so Hürden für Nutzer von Rollstühlen und Rollatoren verschwinden. Foto: Christian Beier
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Die roten Streifen am Graf-Wilhelm-Platz wünschen sich die Grünen saniert. Außerdem soll die Kante auf null Zentimeter abgesenkt werden, so Hürden für Nutzer von Rollstühlen und Rollatoren verschwinden.

Die Innenstadt soll barrierefreier werden und mehr Bäume erhalten.

Von Philipp Müller

Solingen. Die roten Streifen auf der Straße entlang des Busbahnhofs am Graf-Wilhelm-Platz sind umstritten. Solingens Polizeichefin Claudia Schepanski fordert schon länger, dass sie entfernt werden, da sie nicht Teil der Straßenverkehrsordnung sind. Die Politik befindet sich in der Entscheidungsstarre, da Zebrastreifen keine alternative Lösung seien – der Busverkehr laufe dann nicht mehr vernünftig. Ampeln werden angedacht, aber nicht geplant. Geht es nach den Grünen Senioren, kann die Diskussion beendet werden: Denn die Streifen seien wirklich sinnvoll.

Die Gruppe der Senioren des Kreisverbands der Solinger Grünen hatte sich zu Ortsbesichtigungen aufgemacht. Ein umfangreicher Katalog an Einzelmaßnahmen zur Barrierefreiheit und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die City ist dabei entstanden. So auch die Erkenntnis, die roten Streifen wieder neu aufzumalen, da sie über die Jahre sehr gelitten hätten. Die 83-jährige Almut Marczinkski erklärt, an den Streifen würden sich die Menschen konzentrieren, die den Busbahnhof überqueren. Das sei viel sicherer, als wenn alle zwischen Autos und Bussen wild umherlaufen würden.

Markolf König ist Rollstuhlfahrer und verbindet einen weiteren Wunsch mit der Sanierung der Streifen. Der 67-Jährige und die Senioren plädieren dafür, an der Bordsteinkante eine Null-Absenkung durchzuführen. Die jetzt rund drei Zentimeter hohe Kante bedeute eine Hürde, die viele Rollstuhlfahrer nicht in einem Zug überwinden könnten.

Solingen: Mehr Leben am Stadtwerke-Haus soll mehr Sicherheit bringen

Das gelte auch für die Nutzer von Rollatoren im Innenstadtbereich, ergänzt Dietmar Gaida. Diese würden auch an der Kante hängenbleiben und müssten das Gefährt unnötig anheben und so die eigene Standfestigkeit gefährden. Mehrere weitere Punkte am Neumarkt hat die Gruppe ebenfalls ausgemacht, wo eine Nullabsenkung fehle.

Gisela Köller-Lesweng führt an, dass die Innenstadt vor allem von der älteren Kundschaft lebe, für die es sich lohne, Verbesserungen vorzunehmen. Das gilt nach Ansicht der Grünen Senioren auch für mehr Bäume an verschiedenen Stellen im City-Bereich. Für den Neumarkt wünschen sie sich rückwärtig des Stadtwerke-Hauses Bänke.

Ideal wäre laut Marczinkski, wenn es in dem Gebäude ein Café gäbe. Das bringe mehr Leben. „Ich wohne im Weegerhof und weiß, dass Senioren aus Angst abends die City nicht nutzen.“ Ihre Forderungen sollen nun laut Dietmar Gaida beispielsweise in die Bezirksvertretung Mitte eingebracht werden. Auf taube Ohren des Bezirksbürgermeisters Hansjörg Schweikhart werden sie dort nicht stoßen. Der Christdemokrat gilt als Freund seniorengerechter Verbesserungen im Stadtteil.

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