Plätze frei

Solingen gründet erste Kinderfeuerwehr

Kümmern sich künftig um die Kinderfeuerwehr (vorne von links): Mareike Schöps, Manuel Woste und Theresa Melcher. Hinten von links: Der stellvertretende Branddirektor Sebastian Wagner, Ordnungsdezernent Jan Welzel und Branddirektor Dr.Ottmar Müller.
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Kümmern sich künftig um die Kinderfeuerwehr (vorne von links): Mareike Schöps, Manuel Woste und Theresa Melcher. Hinten von links: Der stellvertretende Branddirektor Sebastian Wagner, Ordnungsdezernent Jan Welzel und Branddirektor Dr.Ottmar Müller.

Die „Löschbande“ ist ein Angebot für Kinder von sechs bis zwölf Jahren und geht im August an den Start. Elf Plätze sind zu vergeben.

Von Kristin Dowe

Eine lebenslange Bindung an die Feuerwehr – dieses Ziel verfolgt die Stadt mit der erstmaligen Einführung einer Kinderfeuerwehr für Solingen, die am 24. August beim Feuerwehrfest im Südpark offiziell gegründet wird. Konnten Kinder zuvor erst ab zehn Jahren der Jugendfeuerwehr beitreten, erlaubt das 2016 verabschiedete Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) nunmehr, bereits Kinder ab sechs Jahren in die Feuerwehr aufzunehmen – mit dem Ziel, sie später zu einer Mitgliedschaft bei der Jugendfeuerwehr oder Freiwilligen Feuerwehr zu motivieren.

„Wir möchten die Kinder mit diesem Schritt frühzeitig und auf spielerische Weise an die Feuerwehr heranführen“, erklärt der städtische Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU). „Viele Kameraden, die früher in der Jugendfeuerwehr aktiv waren, treten später in die Freiwillige Feuerwehr ein. Insofern kann man gar nicht früh genug damit beginnen, Kinder für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern.“

Anders als bei der Jugendfeuerwehr, bei der die Kinder bereits stärker an die Arbeit der Brandschützer herangeführt werden und technische Themen im Vordergrund stehen, geht es bei der Kinderfeuerwehr eher spielerisch zu. Gemeinsames Basteln, Kochen und Backen, schöne Naturerlebnisse, Ernährung, Verkehrserziehung, Gefahren im Alltag oder einen Notruf absetzen sind nur ein Ausschnitt des breiten Themenspektrums, das bei der Kinderfeuerwehr auf dem Programm steht.

Räume im Gerätehaus bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten

Zunächst wird es nur eine Gruppe mit dem Namen „Löschbande Wald“ geben, die sich immer am ersten und am dritten Samstag eines Monats im Gerätehaus der Löscheinheit 7 an der Ernst-Barlach-Straße 19 zwischen 10.30 und 12 Uhr außerhalb der Schulzeiten treffen wird. „Perspektivisch sind weitere Gruppen der Kinderfeuerwehr für Ohligs und Mitte geplant. Das kann allerdings noch etwas dauern, da sich das Projekt erstmal entwickeln muss“, erklärt Dr. Ottmar Müller, Leiter der Feuerwehr Solingen. Die Liegenschaft in Wald verfüge über eine gute räumliche Ausstattung für die verschiedenen Freizeitaktivitäten wie etwa eine Küche und einen Sportplatz. „Dort können wir einiges umsetzten.“

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ANMELDUNG

KONTAKT Bis zum 30. April können Eltern ihr Kind im Alter von sechs bis zwölf Jahren für die Kinderfeuerwehr in Wald anmelden. Dies ist per Mail an kinder.feuerwehr@solingen.de oder telefonisch bei Mareike Schöps (Tel. 2 20 21 17) möglich. Die ersten Plätze werden per Losverfahren vergeben.

In der „Löschbande“ sind ab sofort elf Plätze frei. Insgesamt besteht die Gruppe aus 15 Kindern – vier Plätze sind allerdings für die Kinder der ehrenamtlichen Betreuer als kleine Anerkennung für deren Engagement reserviert. Zwar richtet sich das Angebot im Kern an Kinder von sechs bis zwölf Jahren, doch können Eltern ihr Kind gegebenenfalls auch schon einige Monate vor dessen sechsten Geburtstag anmelden. Für Kinder, die nicht auf Anhieb einen Platz ergattern konnten, wird es eine Warteliste geben. „Wir gehen davon aus, dass es eine hohe Nachfrage geben wird“, so Müller.

Die Mitgliedschaft ist kostenlos – lediglich ein Beitrag von einem Euro im Monat wird erbeten, von dem etwa Materialien und Verpflegung finanziert werden. Besondere Ausgaben wie beispielsweise Ausflüge müssen die Eltern gesondert entrichten. Für Kinder und Betreuer besteht ein gesetzlicher Versicherungsschutz über die Unfallkasse NRW. Das Betreuungspersonal der Kinderfeuerwehr wird aus einem Stadtkinderfeuerwehrwart, mehreren Kinderfeuerwehrwarten sowie pädagogischen Fachkräften bestehen.

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