Bauwerk

40.000 Euro Spenden für den Erhalt der Lutherkiche

Bauvereinsvorsitzender Hansjörg Schweikhart, Pfarrer Christian Menge und Finanzkirchmeisterin Frauke Schmidt freuen sich über die neue Stele, die auf die Lutherkirche aufmerksam macht. Foto: Christian Beier
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Bauvereinsvorsitzender Hansjörg Schweikhart, Pfarrer Christian Menge und Finanzkirchmeisterin Frauke Schmidt freuen sich über die neue Stele, die auf die Lutherkirche aufmerksam macht.

Es gibt zurzeit etwa 300 Personen als Dauerspender und rund 100 als Einmalspender - trotz Pandemie.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Mitte 40.000 Euro aus dem Spendenaufkommen aus dem Jahr 2020 überreichte der Lutherkirchen-Bauverein der evangelischen Luther-Kirchengemeinde für die laufenden Kosten zum Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks an der Kölner Straße. „Und das wegen Corona ohne Veranstaltungen“, betonte Bauvereinsvorsitzender Hansjörg Schweikhart.

Auf das Bauwerk weist seit einigen Tagen eine Stele hin – mit nützlichen Informationen zur Kirche. Die Finanzierung in Höhe von 2125 Euro wurde mit 2000 Euro weitgehend vom NRW-Heimatministerium übernommen.

Erfolgreiche Aktion im Corona-Jahr: der CD-Verkauf

Mit vielen Initiativen hatte der Lutherkirchen-Bauverein trotz mehrfachen Lockdowns die große Spendensumme zusammenbekommen. Schweikhart nannte als Beispiel die Aktion „Wider das Vergessen“: „Wir haben den Gemeindemitgliedern und Personen, die nicht mehr zu Veranstaltungen in die Kirche kommen können, 15 CDs angeboten von früheren Veranstaltungen.“ Die Liste reicht von „Köbes Underground“ über Weihnachtsschmaus von „Classic Brass“ bis zu „Fireside Christmas“ von Wolf Codera. Die Bilanz war überraschend gut: „163 CDs wurden verkauft, auch von vielen Haushalten, die uns bisher unbekannt waren.“ Damit man für Spenden auch eine Gegenleistung erbringen konnte, gab es die Tassen-Aktion. Als Dankeschön erhielten die Spender einen Lutherkirchen-Kaffeebecher.

Es gibt zurzeit etwa 300 Personen als Dauerspender und rund 100 als Einmalspender. Die Finanzkirchmeisterin Frauke Schmidt, die das Geld des Fördervereins verwaltet, wies auf einen Wettbewerb der Zeitschrift „Chrismon“ hin, bei der Aktivitäten der Gemeinden der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurden: „Der Bauverein konnte sich präsentieren und wurde mit dem 90. Platz unter 193 Teilnehmern belohnt.“

Wie der Kontakt zur Gemeinde aufrechterhalten wird, zeigte Pfarrer Christian Menge auf: „Unsere Online-Gottesdienste finden für die Gemeindemitglieder in vertrauter Umgebung statt. Wir haben anhand der Zugriffszahlen und der Kontakte im Chat festgestellt, dass wir viele Menschen erreicht haben, die sonst nicht in die Kirche gekommen wären.“ Weitere Kontakte gibt es immer am Mittwochnachmittag, wenn die Kirchengemeinde Lebensmittel an bedürftige Menschen aus der Region verteilt. Lutherkirchen-Kantor Ludwig Andersch spielt außerdem immer freitags um 19 Uhr eine halbe Stunde Orgelmusik, die im Livestream zu sehen und hören ist. Christian Menge dazu: „Als Einstimmung auf das Wochenende.“

Solingen: Bauarbeiten an der Kirche gehen jetzt in den dritten Bauabschnitt

Der 1994 gegründete Lutherkirchen-Bauverein hat seitdem mehr als 1,3 Millionen Euro der Luther-Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt. „Wir müssen das öffentliche Interesse für das Gebäude nicht nur als Kunstwerk und städtebauliche Highlight, sondern auch als Allgemeingut forcieren“, umreißt Hansjörg Schweikhart die Ziele des Bauvereins. Die Bauarbeiten an der Kirche gehen jetzt in den dritten Bauabschnitt, die Wassereinbrüche an der dritten Seite werden abgedichtet und Fugen verschlossen.

Frauke Schmidt nannte Zahlen: „Bisher wurde über eine Million Euro verbaut. Es gab Fördermittel von Bund und Land.“ Für das anstehende Jubiläum „120 Jahre Lutherkirche“ am 31. Oktober gibt es noch keine konkreten Pläne. Dazu Schweikhart: „Ideen sind gesucht.“

Die Lutherkirche

Historie: Gebaut 1898 bis 1901, eingeweiht am 31. Oktober 1901 unter dem Namen „Neue Kirche“, 1914 Umbenennung in Lutherkirche, 1988 unter Denkmalsschutz gesetzt.

Bauwerk: Den Typ als Kreuzturmkirche gibt es in Deutschland nur noch weitere sechsmal. Die Baukosten lagen bei 450 000 Goldmark, das entspricht etwa vier Millionen Euro.

Besonderheiten: Das sechs mal zwei Meter große Abendmahlrelief im Chorraum und die Orgel.

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