Medizin

Grippe-Impfstoff kommt in den Solinger Apotheken nicht an

Apotheker Christian Veithen berichtet von Engpässen bei der Versorgung mit Grippeimpfstoff.Archivfoto:Christian Beier
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Apotheker Christian Veithen berichtet von Engpässen bei der Versorgung mit Grippeimpfstoff.

Trotz Ankündigungen der Politik und der Großhändler.

Von Andreas Tews

Solingen. Solinger Patienten, Ärzte und Apotheker warten weiterhin auf Grippeimpfstoff. Seitdem vor zwei Monaten bekannt wurde, dass es in der Klingenstadt praktisch keine Impfdosen mehr gibt, habe er keine durchgreifende Änderung festgestellt, berichtet der Sprecher der Solinger Apotheker, Christian Veithen. Nach wie vor könne er den Ärzten, die bei ihm nachfragen, keinen Impfstoff zur Verfügung stellen, auch die Warteliste der Patienten mit Privatrezepten sei noch immer lang.

Wichtige Behörden wie das Bundesgesundheitsministerium hatten den Bürgern geraten, sich gerade in Zeiten der Corona-Pandemie durch Impfungen vor dem Grippevirus zu schützen. Dadurch stieg die Nachfrage stark an. Die Hersteller waren darauf zunächst nicht vorbereitet, da sie die Menge des benötigten Impfstoffs in der Regel im Winter oder Frühjahr der Vorsaison abfragen.

Von den rund sechs Millionen Impfdosen, die nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein wegen der besonders großen Nachfrage aus der nationalen Impfreserve kommen sollten, ist in den Solinger Apotheken offenbar nichts spürbar angekommen. Nach Informationen aus dem Großhandel, so berichtet Veithen, soll Grippeimpfstoff in naher Zukunft auch aus Frankreich geliefert werden. Eingetroffen sei aber auch der noch nicht.

Die KV berichtet von Rückmeldungen, wonach Ärzte vielerorts schon relativ früh in der laufenden Impfsaison Impfstoff nachbestellen mussten. Das Paul-Ehrlich-Institut habe bis Ende November bereits über 25 Millionen Dosen Grippeimpfstoff freigegeben und damit deutlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2019.

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