Aktion

Wie Graffiti Vandalismus vorbeugen sollen

Silke Rampe (l.) und Lisa Nohl (r.) präsentieren das erste von demnächst sechs Motiven: Am Abteiweg wird für die TankE-Netzwerk-App geworben. Foto: Christian Beier
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Silke Rampe (l.) und Lisa Nohl (r.) präsentieren das erste von demnächst sechs Motiven: Am Abteiweg wird für die TankE-Netzwerk-App geworben.

Stadtwerke lassen sechs Flächen professionell verschönern.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Stadtwerke Solingen bringen Farbe ins Spiel. An sechs Standorten in Solingen sollen in den kommenden Monaten Graffiti zum Thema Elektromobilität entstehen. Mit dem Projekt möchten die Verantwortlichen aus den Stadtwerke-Bereichen Versorgung und Verkehr unter anderem Vandalismus vorbeugen.

„Vor knapp zwei Jahren haben wir viele unserer Toilettenhäuschen und Unterwerke aufgehübscht“, blickt Silke Rampe zurück. Doch es verging nur kurze Zeit, berichtet die Sprecherin des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke, bis die ersten Schmierereien auf der frischen Farbe zu finden waren. „Das ist eine Sisyphos-Arbeit“: Kaum ist man fertig, müsste man eigentlich schon wieder von vorne anfangen. Genau das soll in Zukunft verhindert werden.

„Wir hoffen auf die Sprayerehre.“

Lisa Nohl, Stadtwerke-Sprecherin

„Wir hoffen auf die Sprayerehre“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Lisa Nohl. In der Szene sei es verpönt, die Bilder anderer zu übersprühen. Aus ähnlichen Gründen hat die Deutsche Bahn jüngst die Unterführung des Hauptbahnhofs in Ohligs von einem Düsseldorfer Künstlerkollektiv verschönern lassen. Gleichzeitig möchten die Stadtwerke mit den Graffiti das Stadtbild positiv beeinflussen und die Flächen für Werbezwecke nutzen.

Bei der Aktion arbeiten die Stadtwerke mit zwei lokalen Künstlern zusammen: Kayo Karacho und Alexander Eckhardt. „Das erste von sechs Motiven wurde Anfang November fertiggestellt“, berichtet Lucia Greco. Sie ist bei den Stadtwerken für die Bereichen Sponsoring und Außenwerbung zuständig. Das Häuschen an der Bushaltestelle Abteiweg wirbt fortan für die TankE-Netzwerk-App. An anderer Stelle sind unter anderem Bilder von batteriebetriebenen Oberleitungsbussen geplant.

Die weiteren Flächen stehen bislang nur zum Teil fest. Klar ist, dass am Busbahnhof Aufderhöhe, am Burger Bahnhof sowie am Unterwerk Hansastraße ebenfalls Graffiti entstehen. „Wir suchen noch nach zwei weiteren Standorten“, sagt Lisa Nohl. Wann der Startschuss für diese Flächen fällt, sei noch unklar. Bei den Arbeiten seien die Künstler auch vom Wetter abhängig.

Die Stadtwerke-Bereiche Versorgung und Verkehr teilen die Kosten für das Projekt untereinander auf. Die Hoffnungen sind groß, sich häufige neue Anstriche zukünftig sparen zu können.

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