ST vor Ort

Gräfrather sorgen sich um das Ittertal

Die auf Wuppertaler Gebiet geplante Bodenrecyclinganlage sorgt nach wie vor für Diskussionsstoff. Archivfoto: Christian Beier
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Die auf Wuppertaler Gebiet geplante Bodenrecyclinganlage sorgt nach wie vor für Diskussionsstoff.

Nicht nur die Fürkeltrather sind beunruhigt.

Von Andreas Tews

Solingen. Selten war eine Telefon- oder Stadtteil-Aktion der ST-Redaktion dermaßen durch ein Thema bestimmt. Am Lesertelefon zur Gräfrath-Woche meldeten sich vor allem Bewohner der Ortschaft Fürkeltrath, aber auch andere Gräfrather, die sich um die Zukunft des Ittertals sorgen und die sich durch die Wuppertaler Pläne für eine Bodenrecyclinganlage nahe der Stadtgrenze beunruhigt zeigten.

Viele befürchten, dass sich durch weitere – bisher nicht erschlossene – Gewerbegebiete der Charakter des Ittertals negativ verändere. Dies habe Auswirkungen auf die Natur und auf die Funktion des Tals als Naherholungsgebiet, erklärte unter anderem ein Vertreter der Bürgerinitiative „Rettet das Ittertal“. Dabei sei der Grüngrütel für alle drei Anrainerstädte (Solingen, Haan und Wuppertal) wichtig, gab ein weiterer ST-Leser zu bedenken.

Auch aus der Sicht anderer Anrufer und E-Mail-Schreiber trägt die geplante Recyclinganlage zu dieser Entwicklung bei. Sie befürchten, dass damit zusätzlicher Verkehr auf dem ohnehin schon stark belasteten Autobahnzubringen (Roggenkamp) verbunden sein werde und dass von der Anlage Lärm ausgehen werde, der die Bewohner der Ortschaft Fürkeltrath belästigen werde.

Die Wuppertaler Abfallwirtschaftsgesellschaft beteuert zwar in beiden Zusammenhängen, dass sie die geltenden Regelungen einhalte. Beruhigen kann sie die knapp 300 Meter entfernten Anwohner damit aber nicht.

Ein Fürkeltrather beklagte, dass seine Ortschaft, deren Anfänge bis ins Jahr 1671 zurückzuverfolgen seien, von den Solingern oft vergessen werde. Dabei leben nach seinen Angaben dort mehr als 200 Menschen. Und die können sich durchaus wehren. Das habe das Scheitern einer im Gewerbegebiet Fürkeltrath II geplanten Großgalvanik genauso gezeigt wie ein letztlich nicht zustande gekommener Hubschrauberlandeplatz im Bereich des heutigen Gewerbegebiets Pieperberg.

Weitere Themen aus der Anrufaktion werden wir gesondert aufgreifen.

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