Barrierefreiheit

Gräfrather Lokale haben Rampe für Rollstuhlfahrer

Die Gräfrather Bezirksvertreter (v.l.) Peter Hanz, Heike Krämer, Sascha Schilling, Ruth Fischer-Bieniek und Christian Götz übergaben die Rampe stellvertretend an Thomas Rauh vom Café Giulia und Pedro Hernandez vom Casa Pedro.
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Die Gräfrather Bezirksvertreter (v.l.) Peter Hanz, Heike Krämer, Sascha Schilling, Ruth Fischer-Bieniek und Christian Götz übergaben die Rampe stellvertretend an Thomas Rauh vom Café Giulia und Pedro Hernandez vom Casa Pedro.

Gastronomen haben das Hilfsmittel organisiert, das auf Abruf bei „Casa Pedro“ steht und mobil eingesetzt werden kann.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können nun endlich ohne Probleme die Gräfrather Gastronomie besuchen. Eine leichte, gut händelbare und dennoch stabile mobile Rampe steht nun bei Pedro Hernadez in seinem Restaurant „Casa Pedro“ bereit, um nach Bedarf vor einem der Gräfrather Lokale zum Einsatz zu kommen.

„Das war überfällig“, sagt Bezirksbürgermeisterin Ruth Fischer-Bieniek (Grüne), die die Rampe mit einer roten Schleife für die offizielle Übergabe am Samstagmittag an die Wirte im historischen Stadtteil verziert hatte. „Zwei Jahre ist es her, seit wir den ersten Antrag dahingehend an die Verwaltung gestellt haben.“ Aber leider dauere ein solcher „Vorgang“ oft so lange, bis alles geprüft und bewilligt ist. In Gräfrath gebe es nun einmal alte Bausubstanz, die optisch schön sei und den Flair des Stadtteils ausmache, sagt Pedro Hernandez. „Gleichzeitig bedeuten alte Häuser eben auch Stufen vor dem Eingang – für Rollstühle ohne Hilfe unüberwindbar.“

Stufen haben Rollstuhlfahrer vom Besuch abgehalten

Natürlich habe man in der Vergangenheit immer geholfen, wenn ein Gast im Rollstuhl bei ihm, im Café Giulia, im Kaffeehaus oder im Cornish Arms essen wollte, sagt Hernandez. „Aber erstens war das durchaus sehr aufwendig und zweitens ist das nicht oft vorgekommen. Die Eingangstreppchen haben den potenziellen Gast schlichtweg von vorneherein ein anderes, barrierefreies Lokal wählen lassen.“ Gräfrath sei durch das hübsche Kopfsteinpflaster sowieso nicht gerade ein Mekka für Rollstuhlfahrer. „Und die Stufen hoch zu uns haben bisher zusätzlich abgeschreckt“.

Künftig hoffen die Gräfrather, durch das Angebot der mobilen Rampe an Attraktivität zu gewinnen. Das Prinzip ist einfach: Bei der Tischreservierung im Lokal einfach nach der Rampe fragen. Der jeweilige Wirt kümmert sich darum, dass bei der Ankunft alles bereit ist.

Es sei wichtig, den Kundenservice zu verbessern, sagten die Gräfrather Gastronomen beim Pressetermin unisono. Auch an dem gemütlichen alten Ortskern gingen die negativen Veränderungen nicht vorbei. Seit der Blumenladen aufgegeben habe und nun auch noch das Atelier BuKoLei in die Güterhallen gewechselt sei, habe man zwei wichtige Anziehungspunkte weniger. „Aber gerade in der wärmeren Jahreszeit verbinden Menschen gerne einen Bummel durch den Ort mit einer Einkehr in einem Lokal“, sagen die Gastronomen. Das befruchte sich gegenseitig. Wenn einige Ladenlokale leer stehen, gehe das zulasten des Gesamteindrucks.

Die Rampe sei ein wichtiges Signal, um gegenzusteuern. „Wir verbessern damit den Service“, sagt Pedro Hernandez. Geplant sei, für die Stufen am Marktplatz eine große, dauerhafte Rampe anzuschaffen, ergänzt Fischer-Bieniek. „Wir hoffen sehr, dass das klappt.“

Zusammenhalt

Gräfrath ist ein Stadtteil, der mit außergewöhnlich guter Vernetzung vieler Akteure punkten kann. Bezirksvertretung, Kirchengemeinden, die ARGE mit ihren vielen Mitgliedern sowie Händler und Gastronomie arbeiten eng zusammen.

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