Neue Initiative

Gräfrather Händler wollen den Marktplatz beleben

Wollen mit gleichen Öffnungszeiten mehr Kunden auf den Marktplatz locken (v. l.): Pedro Hernandez, Sabine Danielzig, Gela Erftkamp, Katharina Freitag und Heike Buschkotte-Leichsenring.Foto: Michael Schütz
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Wollen mit gleichen Öffnungszeiten mehr Kunden auf den Marktplatz locken (v. l.): Pedro Hernandez, Sabine Danielzig, Gela Erftkamp, Katharina Freitag und Heike Buschkotte-Leichsenring.

Mit erweiterten Öffnungszeiten, die in allen Ladenlokalen gleich sind, sollen mehr Kunden akquiriert werden.

Von Anna Lauterjung

Solingen. Den historischen Stadtkern in Gräfrath nach der Pandemie wieder mit mehr Leben zu füllen und das Einkaufserlebnis zu verbessern: Dieses Ziel verfolgt eine neue Initiative von Ladenbesitzern rund um den Marktplatz. Im ersten Schritt erweitern sie ihre Öffnungszeiten freitags und samstags und haben alle zur gleichen Zeit geöffnet. Ist das Pilotprojekt, das an diesem Wochenende startet, erfolgreich, soll es ausgebaut werden.

Bei dem Projekt machen viele Läden im historischen Gräfrather Stadtkern mit, unter anderem: Sabores, das Atelier Bukolei, Brief und Siegel, Käthe und Juuls, die Galerie Goldbarsch, die Art-Eck-Galerie von Dirk Balke, die Hofschneiderei, Optiker Stefan Scholz, Friseurin Anita Steinle und die Gastronomie um den Marktplatz.

Delikatessen und Keramikladen Sabores eröffnet in Gräfrath

Die Idee für die gemeinsamen Öffnungszeiten kam Pedro Hernandez. Er ist nicht nur Besitzer des spanischen Restaurants Casa Pedro, sondern hat nun auch einen neuen Delikatessen- und Keramikladen mit dem Namen Sabores (auf Deutsch: Aromen) in Gräfrath eröffnet. Dort verkauft er Öle, Wein, Liköre und Keramik aus seiner Heimat Almeria in der Region Andalusien. Vor der Eröffnung setzte er sich mit den ebenfalls rund um den historischen Marktplatz ansässigen Ladeninhabern zusammen. Und schnell kam die Idee gemeinsamer Öffnungszeiten. Denn schon vor der Pandemie hätten viele Geschäfte, Ateliers oder Restaurants zu ganz unterschiedlichen Uhrzeiten geöffnet. Und seit der Corona-Krise manche auch nur noch nach Vereinbarung oder zur Abholung bestellter Waren.

Nun werden in dem Pilotprojekt die teilnehmenden Läden zusätzlich zu ihren üblichen Öffnungszeiten ihre Türen am Freitagnachmittag und Samstagvormittag für Kunden aufmachen. So würde die tote Zeit belebt und mehr Menschen in den Stadtteil gelockt werden, berichtet die Malerin Heike Buschkotte-Leichsenring vom Atelier Bukolei. Katharina Freitag von Käthe und Juuls fügt hinzu: „Wir wollen, dass es sich für die Kunden lohnt, nach Gräfrath zu kommen.“

Sollte das Gräfrather Pilotprojekt erfolgreich sein, können sich viele der teilnehmenden Ladenbesitzer vorstellen, die gemeinsamen Öffnungszeiten auf zusätzliche Wochentage auszuweiten. Dies sei allerdings auch davon abhängig, wie sich die Corona-Lage in Solingen weiterentwickeln werde, erklärt Initiator Pedro Hernandez.

Hintergrund

Die Ladenlokalbesitzer im Gräfrather Ortskern planen über erweiterte Öffnungszeiten hinaus auch gemeinsame Aktionen. Aktuell würde in manchen Geschäften 25 Prozent der Einnahmen an die Hochwasserhilfe Solingen gespendet.

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