Auftaktveranstaltung am Samstag

Gräfrather beginnen mit ihrer Heimatwerkstatt

Der alte Gräfrather Ortskern hat viel Historisches zu bieten. Die Zeltdachbühne ist ein erster Ansatz für neue Entwicklungen. Foto: Michael Schütz
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Der alte Gräfrather Ortskern hat viel Historisches zu bieten. Die Zeltdachbühne ist ein erster Ansatz für neue Entwicklungen.

Der Zukunftsprozess soll Altes mit Neuem verbinden.

Von Andreas Tews

Solingen. Auf 50 bis 100 Teilnehmer hofft Projektleiter Thomas Zühlke (Heimatverein), wenn am Samstag in Gräfrath der Zukunftsprozess „Heimatwerkstatt“ beginnt. Zu der Auftaktveranstaltung lädt der Heimatverein des Stadtteils ins Deutsche Klingenmuseum ein.

Während des darauf folgenden, fünfmonatigen Prozesses können die Gräfrather Ideen entwickeln, wie sie ihren Stadtteil für die Zukunft aufstellen wollen. Besonders hoffen die Initiatoren auf das Mitwirken der Jugend. Die Stadt Solingen und eine Marketingagentur begleiten und moderieren den Prozess.

„Wo stehen wir und wohin können wir uns entwickeln?“

Thomas Zühlke, Projektleiter, über den Ansatz des Prozesses

Eigentlich sollte die Heimatwerkstatt bereits im vergangenen Jahr über die Bühne gehen. Weil das Konzept aber mit mehreren Präsenzveranstaltungen verbunden ist, wurde der Prozess coronabedingt verschoben. Für die auf rund 20 000 Euro geschätzten Kosten erhält der Heimatverein Gräfrath einen Zuschuss des Landes NRW über 18 000 Euro. Den Rest muss der Verein mit Hilfe von Sponsoren und Spendern aufbringen. Die Gräfrather Heimatwerkstatt ist Teil des Landesförderprogramms „Heimat – Zukunft – Nordrhein-Westfalen“. Der Fördertopf umfasst insgesamt 150 Millionen Euro.

Für Gräfrath spricht Zühlke von einem „laufenden Arbeitsprozess“, in den möglichst viele Gräfrather eingebunden werden sollen. Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur diejenigen, die schon jetzt im Stadtteil aktiv sind. Es sollen auch andere Gräfrather für ein Mitwirken gewonnen werden.

Am Anfang soll eine Bestandsaufnahme stehen. „Wo stehen wir und wohin können wir uns damit entwickeln“, erläutert der Projektleiter. Zühlke hofft, dass sich die Mitwirkenden am Ende auf Handlungsempfehlungen einigen werden, mit deren Hilfe Gräfrath zukunftsfähig sein kann. Es gehe vor allem darum, Menschen dazu zu bewegen, nach Gräfrath zu kommen und hier auch zu bleiben.

Bei der Auftaktveranstaltung am Samstag sollen die Anwesenden über den Prozess informiert und eingeladen werden, mitzumachen. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) wird das Heimatprogramm des Landes vorgestellt. Nach literarischen und kabarettistischen Beiträgen zum Thema Heimat werden die Inhalte der in den nächsten Monaten folgenden Themenabende vorgestellt.

Einweihung: Ein UVO für Gräfrath

Der erste dieser Abende steht im Juni unter am Motto „Denkmal an Gräfrath“. Hierbei soll die Bedeutung des historischen Ortskerns für den Stadtteil herausgearbeitet werden. Die Teilnehmer werden unter anderem der Frage nachgehen, ob der Ortskern nur bewahrt werden soll oder ob er auch als Bühne für eine neue Entwicklung – zum Beispiel mit den Aspekten Wohnen, Arbeiten, Shoppen und Freizeit – dienen kann.

Beim Workshop „Besonderes Gräfrath“ wird es um die Alleinstellungsmerkmale Gräfraths gehen. Über diese Besonderheiten des Stadtteils wird im Anschluss an geführte Infotouren diskutiert.

Wie Jugendliche ihre Situation in Gräfrath sehen, wird beim Themenabend „Gräfrath, Zukunft, Heimat“ herausgearbeitet. In einem jugendgerechten Veranstaltungsformat können sie ihre Vorstellung von ihrer Zukunft im Stadtteil entwickeln. Unterstützt werden sie dabei von Mitarbeitern der städtischen Jugendförderung und vom Jugendstadtrat. Diese Ergebnisse sollen bei der Abschlussveranstaltung ein besonderes Gewicht haben.

Bedeutende Akteure und Gruppen des Stadtteils stellen sich und ihre Angebote und Initiativen bei der Veranstaltung „Heimat, Zukunft, Gräfrath?“ vor. Im Gespräch mit den Teilnehmern wollen sie Ideen entwickeln, wie ihre Arbeit im Stadtteil sichtbarer gemacht werden und wie der Kreis der aktiv Mitwirkenden vergrößert werden kann.

Ihre Ergebnisse stellen die Arbeitsgruppen bei der Abschlussveranstaltung im Oktober vor. Dabei wird noch einmal über alle Vorschläge diskutiert. Für das Ende ist eine Entscheidung darüber vorgesehen, wie die Ergebnisse künstlerisch-kreativ umgesetzt und in der Öffentlichkeit verankert werden können.

Zeitplan für die Heimatwerkstatt

Auftaktveranstaltung: Samstag, 23. April, 17 Uhr, Stiftersaal des Deutschen Klingenmuseums. Hinweis auf Link für Online-Teilnahme: www. heimatverein.eu

Workshops: Denkmal an Gräfrath (4. Juni); Besonderes Gräfrath (13. August); Gräfrath, Zukunft, Heimat (3. September); Heimat, Zukunft, Gräfrath (8. Oktober).

Abschluss: 22. Oktober

www.heimatverein.eu

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