ST vor Ort

Neue Bühne auf dem Gräfrather Markt wartet auf den ersten Einsatz

Die neue Zeltüberdachung auf dem Gräfrather Markt wurde im Frühjahr zur offiziellen Übergabe erstmals aufgebaut. Allerdings wurde sie auch später wieder demontiert. Nur zu Festen soll das Zelt künftig auf dem Gräfrather Marktplatz stehen. Archivfoto: Christian Beier
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Die neue Zeltüberdachung auf dem Gräfrather Markt wurde im Frühjahr zur offiziellen Übergabe erstmals aufgebaut. Allerdings wurde sie auch später wieder demontiert. Nur zu Festen soll das Zelt künftig auf dem Gräfrather Marktplatz stehen.

Zeltdach für Gräfrather sollte eigentlich schon vor einem Jahr eingeweiht werden – dann kam Corona.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Prognosen mag Peter von der Heiden nicht (mehr) stellen. „Wir hoffen, dass wir das neue Zeltdach über der Bühne endlich in absehbarer Zeit einweihen können“, sagt der Inhaber des Gräfrather „Kaffeehaus“ am Markt. Gemeinsam mit Architekt Peter Pistorius war er vor Jahren Ideengeber und Initiator des Projekts, dessen Verwirklichung sich aufwendiger und kostspieliger darstellte als zunächst erwartet.

„Wir wollen mit solch einer Bühnen-Konstruktion das Image des Stadtteils weiter verbessern“, sagt er. „Ein bisschen weniger Provinz und ein bisschen mehr Großstadt, denn mit der neuen Bühne können wir in puncto Veranstaltungen weiter und größer denken als das bislang möglich war.“ Außerdem sei die neue Bühne wesentlich leichter auf- und abzubauen und damit sei man wesentlich flexibler als mit der bisherigen.

Dass die ersehnte Fertigstellung und das geplante Fest zur Einweihung von der Corona- Pandemie verhindert wurde, verlangt den Gräfrather Machern nun noch einmal viel Geduld ab. Im April dieses Jahres war das Zeltdach öffentlichkeitswirksam erstmalig aufgespannt worden, – auch, um es offiziell an den Verein Kunst und Kultur zu übergeben.

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Genutzt werden wird es unter anderem vom Heimatverein und allen anderen Vereinen, die in der ARGE gebündelt sind. „Man kann es für einen angemeldeten Zweck mieten“, erläutert von der Heiden. „Die genaueren Modalitäten sind noch nicht besprochen, bisher herrscht ja nach wie vor in Sachen Veranstaltungen Dornröschenschlaf.“

Ein paar Ideen für die Zukunft hat Dirk Balke vom Verein Kunst und Kultur: „Vielleicht können wir die Bühne beim Lichterzauber Anfang September nutzen“, überlegt er laut. Aber auch er bleibt zurückhaltend angesichts der sich verbreitenden Delta-Mutante des Coronavirus. „Blöd wäre, jetzt Energie in Planungen zu stecken, die am Ende wieder in der Schublade bleiben, weil Kontaktbeschränkungen größere Veranstaltungen unmöglich machen.“

Das Zeltdach wurde mit Hilfe vieler Sponsoren ermöglicht. Schwierigkeiten, ein geeignetes Fundament zu finden, verteuerten das Projekt und sorgte darüber hinaus für einen hohen bürokratischen Aufwand. „Ein konventionelles Beton-Fundament war wegen der Statik nicht möglich, jetzt haben wir als Schraubfundamente riesige Dübel in den Boden versenkt,“ sagt von der Heiden. Damit wird die 100 Quadratmeter große Zeltfläche – das bisherige Zelt war 80 Quadratmeter groß – mit einer Mittelstütze sowie sechs Außenstützen an Seilen befestigt.

Maßgeblich beteiligt war die Solinger Firma Item, die auch den kostenfreien Auf- und Abbau sowie die Lagerung übernommen hat. Das verwendete Stoffgeflecht ist ökologisch, leicht zu pflegen und auch einfacher aufzubauen als konventioneller Stoff, war allerdings auch doppelt so teuer. Dies wurde aber durch die Sponsoren ausgeglichen.

Die Serie

Auch in diesem Sommer nimmt das ST die Solinger Stadtteile genauer in den Blick. In dieser Woche bestimmen an dieser Stelle Gräfrather Themen die Berichterstattung wie die Tempo-30-Zonen oder Neues von der ZDS. In den kommenden sieben Wochen folgen: Wald, Ohligs, Aufderhöhe, Merscheid, Solingen-Mitte, Burg und Höhscheid.

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