Versorgung

Gräfrath: Kein Betreiber für Supermarkt in Sicht

Das Gelände des alten Gräfrather Bahnhofs liegt unmittelbar an der Wuppertaler Straße (B 224). Foto: Christian Beier
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Das Gelände des alten Gräfrather Bahnhofs liegt unmittelbar an der Wuppertaler Straße (B 224). 

Pläne für Vollsortimenter am alten Gräfrather Bahnhof liegen auf Eis.

Von Andreas Tews

Solingen. Bei den Planungen für einen neuen Supermarkt in Gräfrath gibt es nach wie vor keine Einigung zwischen dem Eigentümer und Investor des Grundstücks und einem möglichen Betreiber. Das teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage des FDP-Bezirksvertreters Andreas Zelljahn mit. Die Gründe dafür liegen laut Stadtverwaltung nicht nur in den Unsicherheiten, die mit der Corona-Pandemie verbunden sind. Auch die kontinuierlich steigenden Baukosten erschweren nach Angaben des Dezernats von Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) das Projekt. Damit liegen die Planungen weiterhin auf Eis.

Seit Jahren versucht Investor Siegfried Lapawa auf dem Gelände an der Wuppertaler Straße einen Vollsortimenter-Markt – eventuell in Kombination mit kleinen Geschäften wie einer Bäckerei – und Wohngebäude zu realisieren. Als mögliche Betreiber für den Markt waren nacheinander die Ketten Rewe und Akzenta im Gespräch. Feste Zusagen gab es aber nie.

Solingen: Bebauungsplan soll mit einem Betreiber abgestimmt werden

In ihrer Antwort auf die Anfrage Zelljahns stellt die Verwaltung zudem klar, dass bei ihr das notwendige Bebauungsplanverfahren derzeit nicht vorangetrieben werde. Dies könne nur gestartet werden, wenn individuelle Konzepte eines künftigen Betreibers vorlägen, schreiben die Fachleute des Rathauses. Denn der Bebauungsplan solle vorhabenbezogen, also in enger Abstimmung mit Investor und Betreiber, aufgestellt werden.

Baurecht bestehe derzeit folglich noch nicht. Allerdings habe es bereits Vorüberlegungen gegeben. Die beträfen unter anderem die Anbindung des künftigen Supermarktes und der Wohnbebauung an den Straßenverkehr.

Einen Alternativstandort zu dem am alten Bahnhof gebe es für einen Supermarkt im Bereich des alten Ortskerns nicht, stellt die Verwaltung in einer weiteren Information für die Bezirksvertretung fest. Im kommunalen Einzelhandelskonzept sei dieser Bereich als ein Gebiet festgelegt, in dem ausnahmsweise Einzelhandel außerhalb der Stadt- und Stadtteilzentren möglich wäre. Andere Flächen seien in Gräfrath nicht vorgesehen.

Der alteGräfrather Bahnhof war 2011 abgerissen worden. Seitdem liegt das Gelände brach. In den Jahren danach hat Lapawa benachbarte Grundstücke zugekauft und die Gebäude darauf – unter anderem das der ehemaligen Diskothek „Libelle“ – abreißen lassen.

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