ST vor Ort

Gräfrath braucht kreative Ideenentwickler

Die Spaziergänge des nächsten Heimatwerkstatt-Workshops führen durch den alten Ortskern (oben links), Ketzberg (oben rechts), das Quartier Central (unten links) und die Wälder an den Wupperhängen.
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Die Spaziergänge des nächsten Heimatwerkstatt-Workshops führen durch den alten Ortskern (oben links), Ketzberg (oben rechts), das Quartier Central (unten links) und die Wälder an den Wupperhängen.

Der erste Workshop zur Heimatwerkstatt fiel mangels Anmeldungen aus – Organisatoren hoffen jetzt auf neuen Schwung

Von Andreas Tews

Solingen. Neue Ideen für die Zukunft Gräfraths zu entwickeln, ist kein Selbstläufer. Nachdem die Auftaktveranstaltung zur Heimatwerkstatt noch gut besucht war, fiel der erste Workshop Anfang Juni aus, weil es zu wenig Anmeldungen gab. Doch davon lässt sich Thomas Zühlke, der Projektleiter beim Heimatverein Gräfrath, nicht entmutigen. In den kommenden Tagen wird er zum zweiten Workshop für August einladen. Bei Spaziergängen werden die Teilnehmer Besonderheiten des Stadtbezirks erkunden, um Alleinstellungsmerkmale und Verbindendes herauszuarbeiten.

Alle Folgen der Serie „ST vor Ort“

ST vor Ort in Gräfrath

Das Gesamtprojekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen im Zuge des Programms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ gefördert. Dafür stellt das Land insgesamt 150 Millionen Euro bereit. 16.000 Euro Fördergelder fließen nach Gräfrath – etwa 1800 Euro muss der Heimatverein für sein Projekt selbst beisteuern.

Beim nächsten Workshop am 13. August werden Spaziergänge, durch den alten Ortskern, durch Ketzberg sowie durch den Bereich Central / Nümmen und in die Wälder an den Wupperhängen führen. Projektleiter Zühlke hofft aus etwa fünf Teilnehmer pro Gruppe.

Das Quartier Central.

„Dabei nehmen wir auf, was uns inhaltlich mit diesen Bereichen verbindet“, kündigt Zühlke an. Außerdem solle herausgearbeitet werden, wie Gräfrath als Gesamtheit von diesen Alleinstellungsmerkmalen profitieren kann. Denkbar seien zum Beispiel neue Wegeverbindungen, erklärt Zühlke. Die Ergebnisse werden unter Mitarbeit eines externen professionellen Beraters zusammengetragen. Sie sollen am Ende genauso in das Gesamtergebnis der Heimatwerkstat einfließen wie die Ideen, die bei der Auftaktveranstaltung und den anderen Workshops gesammelt wurden und werden.

Der Ketzberg.

Das Interesse an der Heimatwerkstatt und ihrem Ansatz, in Gräfrath Altes und neue Ideen miteinander zu verbinden, um den Stadtteil für die Zukunft aufzustellen, sei groß, hat Zühlke beobachtet. Allerdings sei es derzeit schwierig, einen kreativen Prozess anzustoßen. „Die Menschen sind mehr mit sich selbst und den vielen aktuellen Krisen beschäftigt“, erklärt der Projektleiter. Da sei es schwer Menschen dafür zu gewinnen, sich für solch eine Ideenwerkstatt den Kopf frei zu machen. Der Heimatverein bleibe aber dabei: Er wolle Ideen aus der Gräfrather Bürgerschaft heraus entwickeln und dafür auch Menschen gewinnen, die nicht zu den „üblichen Verdächtigen“ gehören.

Die Wälder an den Wupperhängen.

Darum wird auch ein Workshop speziell für Jugendliche angeboten. Dazu hat Zühlke eigens einen Saal des Lumen-Kinos in den Clemens-Galerien angemietet. Unter anderem sollen dort Youtube-Videos vorgeführt werden, die mit Blick auf Zukunftsideen für Gräfrath geführt worden seien. Bei einem vierten Workshop will der Heimatverein die Vertreter vieler Vereine zusammenbringen. Auch dabei soll es um Ideen für die Zukunft gehen, aber auch darum, wie die Vereine ihre Arbeit besser vernetzen können.

Für den Abschluss im Oktober plant Zühlke eine große Veranstaltung auf dem Gräfrather Markt. Dabei sollen nicht nur die Ergebnisse der Heimatwerkstatt kurz präsentiert werden. Für das musikalische Programm habe die Band See You zugesagt. Die Musiker wollen dabei einen eigens erarbeiteten Gräfrath-Song präsentieren.

Die Ideen für die Entwicklung Gräfraths werde der Heimatverein an die Stadtverwaltung übergeben. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) habe zugesagt, dass das Rathaus daraus Strategieempfehlungen entwickeln werde.

Am Montag beginnt die Burger Schwerpunktwoche in unserer Serie „ST vor Ort“.

Zeitplan

Der nächste der zwei- bis dreistündigen Workshops („Besonderes Gräfrath“) ist am Samstag, 13. August. Weitere Termine sind am 3. September (Jugend) und 8. Oktober (Vereine). Beginn ist jeweils um 17 Uhr. Die Abschlussveranstaltung ist am 22. Oktober auf dem Gräfrather Markt.

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