Eröffnung am 22. Oktober

Gläserne Werkstatt wird in fünf Wochen fertiggestellt

Carsten Zimmermann und Helge Krause von der Stadtentwicklungsgesellschaft im Untergeschoss der Werkstatt.
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Carsten Zimmermann und Helge Krause von der Stadtentwicklungsgesellschaft im Untergeschoss der Werkstatt.

Die Elektronik in der Gläsernen Werkstatt ist bereits abgenommen.

Von Philipp Müller

Statt Tisch ziehen Werkbank und Schleifmaschinen in einen Teil der Werkstatt ein. Vor Ort können Messer produziert werden.

Solingen. Das gelte auch für die Lüftungsanlagen, berichten Carsten Zimmermann, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), und Helge Krause, Projektleiter der SEG für Bauvorhaben. Ende September soll die Abnahme in Sachen Brandschutz erfolgen, in der ersten Oktoberwoche die komplette Bauabnahme. Klappt das, steht der Eröffnung des Leichtturmprojekts am 22. Oktober an der Hauptstraße nichts mehr im Weg. Mit rund 40 Veranstaltungen bis Jahresende werde viel Leben in die Gläserne Werkstatt einziehen, verspricht Zimmermann.

Zimmermann und Krause führen durch den Bau, der auf drei Etagen genutzt werden soll. Im Kellergeschoss wirkt alles noch schmucklos. Der Anstreicher wird dort noch die Wände streichen. Dann ist dort ein multifunktioneller Veranstaltungsraum vorgesehen. Das Erdgeschoss ist das Herz der Gläsernen Werkstatt. Schon in der nächsten Woche wird der Empfangstresen aufgebaut. Der Zugang erfolgt über die Hauptstraße in die drei Etagen. Aber auch über den Fronhof wird der Eintritt möglich sein.

„Es ist alles terminiert und die Handwerker kommen auch.“

Carsten Zimmermann zum Baufortschritt der Werkstatt

An der Seite zur Treppe zum Fronhof sind zwei Werkstätten mit Wänden abgetrennt, die viele Fenster enthalten. In eine wird ein Arbeitsplatz zum Schleifen von Klingen einziehen. Dazu eine Werkstatt. „Hier werden wir zeigen, wie ein Messer entsteht“, sagt Carsten Zimmermann. Helge Krause benennt einen Vorzug: „Durch die Schaufenster kann man auch von außen zuschauen.“ Gerade diese niederschwelligen Möglichkeiten, das Angebot der Gläsernen Werkstatt leicht zu nutzen, war von Anfang an der Plan der Idee.

Krause verweist auf die offenen Betondecken mit den Lüftungsschächten. Die sollen nicht verkleidet werden. „Nach der Auftaktveranstaltung haben viele gesagt: Erhaltet bitte den industriellen Charakter“, sagt Zimmermann. Zur Ausstattung kommen auch hölzerne Kuben. Im Grunde sind die Kuben rollende Schaufenster, in den zwölf Firmen zum Start ihr Angebot und ihre Dienstleistungen präsentieren wollen. Das meiste wird sich um die Themenwelt regionale Stahlwaren drehen.

Im Obergeschoss entstehen Besprechungsinseln und eine Show-Küche. Bereiche des offenen Betons werden noch mit Holzverkleidet.

Auch im Obergeschoss werden die Kuben stehen. Dort gibt es auch Besprechungsinseln und eine offene Küche, deren Inventar ebenfalls ab Anfang Oktober geliefert werden soll. Auch wenn noch sehr viele Stellen nach noch mehr Arbeit aussehen, sind Zimmermann und Krause in Sachen Fertigstellung gelassen. „Es ist alles terminiert und die Handwerker kommen auch“, betont Zimmermann.

Fertig wird vor Jahresende aber nicht der künftige Bereich „Smart City“, der nur mittelbar zur Gläsernen Werkstatt gehört. In diesen Räumen steht noch die Sanierung der Spannbetondecke an.

Parallel wird zudem weiter an zwei Themenfeldern gearbeitet. Mit Gloria Göllmann aus Ohligs ist eine neue Kraft ins Team der SEG gekommen. Die Vertriebs- und Marketingexpertin wird das Eröffnungsprogramm steuern und die erste Zeit danach. Rund 40 Veranstaltungen seien bereits bis zum Jahresende vorgesehen, verrät Zimmermann. Details werde es aber erst Anfang Oktober geben.

Finanzielle Struktur für die Zukunft wird jetzt abgestimmt

Zweites Thema ist die Zeit, wenn die EU-Förderung Ende November für die Gläserne Werkstatt ausläuft. Die SEG wird weiter in verantwortlicher Trägerschaft bleiben. Wie genau, das sei ein gerade laufender Prozess. „Wir wollen mit allen Akteuren der Werkstatt sprechen, ob unsere Idee die richtige ist, wie es künftig laufen soll“, erklärt Zimmermann. Erst am Ende dieser Gespräche will er sich äußern, wie die Zukunft finanziell und organisatorisch gestaltet werden wird. Jetzt müssen erst noch die Anstreicher ran, die Einrichtungsprofis wirken, die Schreiner angepasste Möbel und Verschalungen einbauen und mit der Eröffnung Leben in die Werkstatt einziehen.

Werkstattidee und ihre Umsetzung

Die Gläserne Werkstatt ist Teil des Programms „Urbane Produktion“. Dieses wird mit EU-Fördermitteln an sieben Stellen im Städtedreieck finanziert und von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) gesteuert. Erste Ideen für die Werkstatt gab es bereits 2017. 2019 wurde dies Teil des BSW-Projekts. Zusammen mit Landesmitteln wurden von insgesamt 4,4 Millionen Euro mehr als die Hälfte in des Solinger Projekt gesteckt, dass nun vor der Fertigstellung steht.

Mehr zur Gläsernen Werkstatt unter: https://t1p.de/1g9ed

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