Projekt in der Solinger Innenstadt

Gläserne Werkstatt sucht Mieter für den Start

Wie es mit der Gläsernen Werkstatt an der Hauptstraße weitergeht, das können die Solinger heute am Infopoint im Bauwagen von 12 bis 15 Uhr erfahren. Das Abgebot gibt es jeden Donnerstag. Auch Interessenten, die Mitmachen wollen, können sich dort informieren. Foto: Michael Schütz
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Wie es mit der Gläsernen Werkstatt an der Hauptstraße weitergeht, das können die Solinger am Donnerstag am Infopoint im Bauwagen von 12 bis 15 Uhr erfahren. Das Angebot gibt es jeden Donnerstag. Auch Interessenten, die Mitmachen wollen, können sich dort informieren.

Mitte kommenden Jahres wird die Idee umgesetzt, regionale Produzenten und Händler in der Gläsernen Werkstatt zu präsentieren.

Von Philipp Müller

Solingen. Am Donnerstag von 12 bis 15 Uhr informiert die Gläserne Werkstatt, wie es weitergeht. Denn noch läuft die Sanierung des ehemaligen Gebäudes von Appelrath Cüpper. Doch inzwischen ist die Phase angelaufen, in der sich Interessenten für die Hauptstraße bewerben können. Eine Fachjury wird dann auswählen, wer eine von maximal 20 mobilen Werkstatt-Kuben nutzen darf. Das sind rollbare Regale und kleine Arbeitsflächen. In den Kuben soll die regionale, möglichst nachhaltige Produktion gezeigt und demonstriert werden können. Auch der Verkauf der Erzeugnisse ist möglich. Der Schwerpunkt ist für Schneidwaren gedacht – auch andere Hersteller und Händler können zum Zuge kommen, wenn sie die Regionalität ihres Angebots belegen können.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren für die Gläserne Werkstatt?

„Die Gläserne Werkstatt wird zum Marktplatz für Qualitätsprodukte und kreative Ideen aus Solingen und der Region“, sagt die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die die Federführung für das Projekt hat. Interessenten können sich auf der Seite der SEG informieren und dort das Anmeldeformular herunterladen: https://t1p.de/o0wr

Das ausgefüllte Formular geht dann per E-Mail an die SEG. Über diesen Kontakt können auch Fragen an das Werkstatt-Team gestellt werden, die Julia Dinnebier, Almuth Finke und Christian Darmann beantworten werden. Die drei haben bereits damit begonnen, den künftigen Ablauf in der Werkstatt zu planen. Kontakt: werkstatt@seg-solingen.de

Aus welchen Bereichen sind Bewerbungen möglich?

Im Dialog mit Unternehmen, Vertretern der Schneidwarenindustrie, Vereinen, Gruppen und Initiativen wurde dazu zunächst der „Markenkern“ definiert. Er lautet „Schneiden und Geschnittenes“. Das sind dann auch zugleich die Schwerpunkte der Gläsernen Werkstatt. Und die Themen erstrecken sich auf ganz unterschiedliche Produkte. Nach Angaben der SEG bedeutet dies: „Die Palette reicht von Lebensmitteln über Messer, Scheren, Textilien oder Haushaltswaren bis hin zu Schnittblumen  und  Pflanzen. Auch 3-D-Druck-Technologie, Scan-, Oberflächen- und Umwelttechnologien können gezielt eingebunden werden.“

Wer sucht aus den Bewerbern die Nutzer für die Hauptstraße aus?

Anmeldungen zur Start-Besetzung nimmt die SEG bis zum 13. Januar 2022 entgegen. Diese werden dann einer Jury, bestehend aus Mitarbeitern der Werkstatt, solchen aus der Industrie und dem Handel und allen, die am Markenkern mitgearbeitet hatten, zur Entscheidung vorgelegt.

Was kostet ein Platz in der Gläsernen Werkstatt?

In der Phase, in der es noch Fördermittel gibt, wird keine Miete erhoben. Das endet jedoch bereits im Dezember 2022. Daher erarbeitet das Werkstatt-Team mit der SEG bereits an den Preisen, die Nutzer für die unterschiedlichen Themenwelten der Werkstatt künftig zahlen müssen. Neben den Werkstatt-Kuben gibt es noch eine Präsentationsküche. Das Innovationsforum kann für Veranstaltungen und Workshops genutzt werden, und im Empfangsbereich wird es einen Shop geben, in dem beispielsweise Stahlwaren verkauft werden sollen.

Was ist die grundsätzliche Idee der Gläsernen Werkstatt?

Das Projekt wird nicht ohne Grund in der Innenstadt umgesetzt. Es soll auch ein Angebot darstellen, das aufzeigt, wie dort im Rahmen des Konzepts „City 2030“ neue Impulse abseits des klassischen Handels gesetzt werden können. Mit dem Coworking-Space der Wirtschaftsförderung an der Linkgasse gibt es bereits einen anderen Ansatz, der Innenstadt eine neue Bedeutung zu geben. Die Gläserne Werkstatt ist zudem ein Teilprojekt der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, das „urbane Produktion“ in den Citys fördert.

Gläserne Werkstatt öffnet später

Eigentlich sollte längst Betrieb in der Gläsernen Werkstatt herrschen. Die Stadt musste aber länger mit den Eigentümern verhandeln, weil das leerstehende Ladenlokal sanierungsbedürftig ist. Dabei habe sich herausgestellt, dass im gesamten Gebäude die Handwerker ranmüssen, hatte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter berichtet. Am Ende der Verhandlungen stand fest, dass die Stadt nun die komplette Sanierung des Geschäftshauses leitet. Die Kosten betragen rund 800.000 Euro, davon entfallen 200.000 auf die Stadtentwicklungsgesellschaft als Mieter der Werkstatt, der Löwenanteil auf die Eigentümer. Laufen die Sanierungen wie geplant, soll es im Frühsommer 2022 losgehen.

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