Nachhaltige Planung mit Modellcharakter

Gewerbegebiet Ohligs-Ost soll „grün statt grau“ werden

In Ohligs-Ost wird bereits gebaut. Weitere Firmen wollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Christian Beier
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In Ohligs-Ost wird bereits gebaut. Weitere Firmen wollen in den kommenden Jahren folgen.

SPD, Grüne und FDP fordern eine nachhaltige Planung mit Modellcharakter.

Von Andreas Tews

Solingen. Auf der Ostseite des Hauptbahnhofs soll ein Gewerbegebiet entstehen, in dem es möglichst viele Grünflächen gibt. Es soll für eine hohe Aufenthaltsqualität und einen schonenden Umgang mit Flächen, Energie und Wasser stehen. Ein entsprechendes Konzept, das Klimaschutz und Artenvielfalt begünstigen könnte, fordern SPD, Grüne und FDP in einem gemeinsamen Antrag.

Diese Kriterien sollen nach dem Vorschlag der drei Fraktionen in die Entwicklung einer „Zukunftsschmiede-Ohligs-Ost“einfließen. Zu prüfen und zu berücksichtigen seien dabei auch Baukosten und wirtschaftliche Vermarktbarkeit. Dieses Projekt soll Modellcharakter für weitere künftige Gewerbeflächen haben.

Die Gewerbegebiete Hansa-Quartier und Ohligs-Ost sollen vor allem Platz für innovative Firmen bieten. Das IT-Unternehmen Codecentric (Eigenschreibweise: codecentric) hat sich bereits vor Jahren dort angesiedelt. Außerdem will Item (Eigenschreibweise: item), Marktführer bei Systembaukästen für industrielle Anwendungen, mit einem Bürogebäude für rund 300 Beschäftigte seinen dritten Standort in Solingen schaffen.

Solingen-Ohligs: Modellprojekte anderer Städte sollen als Vorbild dienen

Bei der Bauleitplanung für weitere noch zu bebauende Flächen soll sich das Rathaus nach Meinung von SPD, Grünen und FDP unter anderem an Modellprojekten mit den Titeln „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ oder „Natur in graue Zonen“ aus anderen Städten orientieren. Demnach sei nicht nur möglichst flächensparend zu bauen. Auch bestehendes Grün wollen die drei Fraktionen bei den Planungen möglichst berücksichtigt sehen. Regenwasser soll möglichst auf Flächen innerhalb des Gewerbegebietes versickern können. Anzustreben seien auch begrünte Dächer und Fassaden. Bei den künftigen Gebäuden ist es den Antragstellern wichtig, dass über den gesetzlichen Standard hinaus energetisch gebaut wird.

Für Mitarbeiter der künftigen Firmen soll das Gewerbegebiet unter anderem durch „Rückzugs- und Ruhezonen“ attraktiv sein. Für sie und die Firmen seien „Mobilstationen“ für Car-Sharing sowie den Verleih von Fahrrädern, E-Bikes, E-Scootern und Lastenfahrrädern einzuplanen.

Die Stadt soll künftige Investoren bei den Planungen beraten. Auch Unterstützung bei der Beantragung öffentlicher Zuschüsse sei notwendig. Wichtig sei auch, dem neuen Gewerbegebiet ein „zukunftsweisendes Image“ zu verschaffen, begründen die drei Fraktionen. So könne es gelingen, Unternehmer, Interessenten und Anwohner für das Projekt zu gewinnen.

Mit dem Antrag befassen sich die Fachausschüsse des Stadtrates in den kommenden Wochen.

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