Flashmob

Getanzter Heiratsantrag auf dem Mühlenplatz

Gina Ulrich und Alexander Barchmann (Mitte) sind seit Samstag verlobt – Freunde und Familie sowie Tänzerinnen der Schiwa-Tanzformation aus Solingen und der Kalkstadt-Narren aus Wülfrath waren Teil des öffentlichen Heiratsantrags mit „Flashmob“. Foto: Christian Beier
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Gina Ulrich und Alexander Barchmann (Mitte) sind seit Samstag verlobt – Freunde und Familie sowie Tänzerinnen der Schiwa-Tanzformation aus Solingen und der Kalkstadt-Narren aus Wülfrath waren Teil des öffentlichen Heiratsantrags mit „Flashmob“.

Trotz wochenlanger Vorbereitung wäre der Plan beinahe gescheitert

Von Julia Wodara

Solingen. „Ausgerechnet heute wollte meine Tochter nicht zum Sport gehen“, erzählt Gabi Ulrich. Fast wäre deshalb der Heiratsantrag ins Wasser gefallen, den sie für ihren zukünftigen Schwiegersohn Alexander Barchmann organisiert hatte. Und damit auch die wochenlange, sorgfältige Planung. „Ich habe so etwas schon einmal für eine Freundin gemacht“, erzählt Gabi Ulrich. „Das für meine Tochter zu machen, ist natürlich nochmal eine andere Hausnummer.“

Spektakulär, romantisch, öffentlich – das waren die Vorstellungen der baldigen Braut Gina Ulrich. „Und da hört es bei meinem Schwiegersohn schon auf“, scherzt Gabi Ulrich. „Meine Tochter nervt ihn damit bestimmt schon seit einem Jahr.“

Was aus diesen Wünschen am Samstag entstand, war ein „Flashmob“ – eine nur scheinbar spontane Aufführung – inmitten der Clemens-Galerien, getanzt von Freunden und der Familie des Paares sowie Tänzerinnen der Schiwa-Tanzformation aus Solingen und der Kalkstadt-Narren aus Wülfrath.

Für die Tänzerinnen war dieser Auftrag der erste seiner Art – die Ideen kamen schnell. Eine Hebefigur, ein Tunnel aus Rosen: Einfälle, die – ähnlich wie die meisten Tanzschritte – beim ersten Treffen entstanden sind und im weiteren Verlauf Feinschliff erhielten. „So entstehen eigentlich all unsere Tänze“, erklärt Simone Koletzek aus der Schiwa-Gruppe.

Geprobt wurde dann fast acht Wochen lang – für die meisten der Freunde und Verwandten war der entscheidende Tanz jedoch zugleich der erste. Die Brautmutter dagegen war oft selbst bei den Trainings dabei, um die Entwicklung hautnah mitzuerleben. „Es war für mich einfach Gänsehaut pur“, sagt sie.

Umso mehr, als es am Samstagnachmittag endlich soweit war: Unter falschem Vorwand auf den Platz der Clemens-Galerien gelockt, realisierte die ahnungslose Verlobte scheinbar erst mit dem Auftauchen ihrer Mutter, dass es um sie ging – und war dann schnell den Tränen nahe, als ihr Bräutigam sich, durch die Tänzerinnen hinweg, den Weg zu ihr bahnte, genauso wie schließlich die zweijährige Tochter.

Die Öffentlichkeit ließ Raum für private Augenblicke – welche Worte während des Antrags zwischen den beiden fielen, wissen nur sie.

Auch für die Tänzerinnen war es ein besonderer Tag: „Es war ein Highlight“, beschreibt Schiwa-Mitglied Susan Michels. „Vor allem, weil wir seit anderthalb Jahren keinen Auftritt mehr hatten.“ Und Schiwa-Mittänzerin Daniela Koletzek ergänzt: „Wenn wir anderen eine Freude machen können, tun wir das gerne. Es geht um die Familie – und wir sind selbst wie eine.“

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