Kooperation

Gesamtschule Höhscheid vermittelt Kunst

Die Ausstellung „Klasse Kunst!“ ist Motivation für Schüler mit den Museumsangeboten zu arbeiten. Foto: Christian Beier
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Die Ausstellung „Klasse Kunst!“ ist Motivation für Schüler mit den Museumsangeboten zu arbeiten.

Mit dem Kunstmuseum wurde dazu eine enge Kooperation vereinbart.

Von Philipp Müller

Seit Freitag kooperieren die Gesamtschule Höhscheid und das Kunstmuseum in Gräfrath offiziell bei der Kunsterziehung. Schulleiter Dirk Braun und die stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums, Gisela Elbracht-Iglhaut, unterzeichneten im Beisein von Kulturdezernentin Dagmar Becker (Grüne) eine entsprechende unbefristete Vereinbarung. „Wir versprechen uns davon eine andere Möglichkeit für den Kunstunterricht, in dem man im Kunstmuseum direkt mit Kunst arbeiten kann“, erklärte Dirk Braun.

Dieses Angebot nutzen bereits elf Solinger Schulen. Das führe dazu, dass durch die laufende Ausstellung zum Thema Geierwally und der Berg in der Kunst täglich bis zu drei Schulklassen an Führungen teilnehmen würden, sagte Elbracht-Iglhaut. Doch tatsächlich liegt der Sinn der Kooperation tiefer. Es geht darum, den Blick auf die Kunst zu entwickeln. „Das verbessert auch den Sprachschatz, die Sprachkompetenz“, hat die Direktorin beobachtet.

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Die Museumspädagogik in den Solinger Museen geht seit Jahren neue Wege. Vorbei sind längst die Zeiten, in denen der Klassenlehrer verkündete: „Morgen ist Schulausflug, wir fahren ins Museum.“ Die Lehrer wollen heute wissen, was sie für den Unterricht als Mehrwert eines solchen Besuchs mitnehmen können. Die Schüler wollen heute unterhalten werden, spielerisch an die Themen herangeführt werden. Und die Museen wissen: Man muss die Kinder aktiv einbinden. So kann im Klingenmuseum etwa geschmiedet werden, im Industriemuseum an Mitmach-Stationen die Handwerkskunst rund um Stahlwaren erfahren werden.

Das Kunstmuseum lädt natürlich die Schüler dazu ein, selbst zu malen. Die Kombination aus Theorie und Praxis führte im vergangenen Jahr mehr als 4000 Kinder und Jugendliche nach Gräfrath, wie der Direktor des Museums, Dr. Rolf Jessewitsch, jüngst berichtete. Das sei erneut eine deutliche Steigerung gewesen.

Schüler stellen einmal im Jahr ihre Kunst im Museum aus

Gisela Elbracht-Iglhaut als Verantwortliche für den museumspädagogischen Bereich hat noch eine andere Trumpfkarte, die sie gegenüber den Schülern und Lehrern ausspielen kann. Einmal im Jahr können Jugendliche ihre Bilder in der Ausstellung „Klasse Kunst!“ präsentieren, die von einem Wettbewerb der Christel-Fervers-Stiftung begleitet wird. Daran können aber nicht nur die Kooperationsschulen teilnehmen, betont Elbracht-Iglhaut. Bis zum 2. Oktober können sich noch Schulklassen oder Schülergruppen im Museum bewerben. Am 31. Oktober werden dann die Wände des Kunstmuseums für zwei Wochen von den Bildern der Solinger Schüler geziert. Viele Schulklassen besuchen diese Ausstellung, die so zu den besucherstarken Veranstaltungen im Terminkalender wird.

SCHULE UND MUSEUM

KOOPERATIONSSCHULEN Mit diesen Schulen arbeitet das Kunstmuseum in der Museumspädagogik eng zusammen: Friedrich-Albert-Lange-Schule, Alexander-Coppel-Gesamtschule, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Gymnasium August-Dicke-Schule, Humboldtgymnasium, Gymnasium Vogelsang, Mildred-Scheel-Berufskolleg, Gymnasium Schwertstraße, Sekundarschule Solingen und Albert-Schweitzer-Schule.

Auch wenn die Kooperationsschulen aus dem Bereich der weiterführenden Schulen stammen, so müssen Grundschulen deshalb keinen Bogen um das Gräfrather Museum machen. Auch für die Jüngsten gibt es spezielle Angebote, die die Kinder für die Kunst begeistern können.

Davon geht auch Claudia Seidler aus. Sie ist Fachvorsitzende für den Bereich Kunst an der Höhscheider Gesamtschule. 325 Schüler der Klassen acht bis zehn sollen von den Möglichkeiten profitieren. Die sehen neben den Führungen auch praktische Arbeiten vor. Pädagogische Angebote vermitteln, was Kunst ist, welche Stile es gibt, wie man die Bildsprache übersetzt.

Bei der Verwaltung sehe man das Kooperationsmodell mit großem Wohlwollen, sagte Dezernentin Becker. „Die Beschäftigung mit Kunst ein ist wichtiger Teil der Schulbildung.“

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