Initiativkreis und Brauchtumsverein verzichten

Geplantes Musikfestival ist wegen Corona abgesagt

Wollen auch in Zukunft zusammenarbeiten: Falk Dornseifer (l.) vom Brauchtumsverein und Waldemar Gluch vom Initiativkreis. Archivfoto: Christian Beier
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Wollen auch in Zukunft zusammenarbeiten: Falk Dornseifer (l.) vom Brauchtumsverein und Waldemar Gluch vom Initiativkreis.

Am Donnerstag haben der Initiativkreis Solingen und der Verein zum Erhalt des Solinger Brauchtums entschieden.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Der Wunsch, wieder gemeinsam zu feiern, war groß. Doch die Verantwortung der Organisatoren für die Solingerinnen und Solinger überwog. Am Donnerstag haben der Initiativkreis Solingen und der Verein zum Erhalt des Solinger Brauchtums entschieden, ihre gemeinsam geplante Veranstaltung am zweiten September-Wochenende abzusagen. Die Verantwortlichen begründen diesen Schritt mit „der unklaren Lage der Corona-Pandemie“.

Das angedachte Musikfestival stand unter dem Titel Echt. Scharf. Zöppi – eine Mischung aus dem Zöppkesmarkt und der Sommerparty. Nun wurden die Planungen gestoppt. Hintergrund seien die sich verdichtenden Anzeichen für eine vierte Corona-Welle. „Wir wollen daher am Ende nicht auch noch dafür verantwortlich gemacht werden, ein mögliches Superspreader-Event organisiert zu haben. Das ist moralisch nicht richtig und daher zu riskant für die Besucher und uns als Veranstalter“, wird Waldemar Gluch in einer Mitteilung zitiert.

Darin erinnert der Vorsitzende des Initiativkreises an die Auswirkungen, die die Feier nach dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft hatte. Mehr als 50 Corona-Infektionsfälle sind laut Angaben des Gesundheitsamtes auf den Vorfall vor knapp drei Wochen rund um den Ohligser Marktplatz zurückzuführen.

Rückendeckung erhält Gluch von Falk Dornseifer. „Man muss auch nicht immer alles mit Gewalt durchdrücken, nur weil es möglich ist“, erklärt der Vorsitzende des Brauchtumsvereins. Ohnehin ist fraglich, ob die Corona-Schutzverordnung das vorgesehene Format zugelassen hätte. Die Organisationsleiterin der Sommerparty des Initiativkreises Solingen, Sabina Vermeegen, und der Sommerparty-Musikleiter Philipp Müller hatten ein Konzept erstellt, das auf einem Teilbereich des Sportplatzes Zietenstraße bis zu 1000 Besuchern an Tischen und Stehtischen eine Teilnahme am geplanten Musikfestival ermöglicht hätte.

Doch sobald Solingen in die Inzidenzstufe 3 rutscht, wären nach aktuellem Stand lediglich 500 Besucher zugelassen. „Der finanzielle Aufwand nebst der umfangreichen Kontrolle der wenigen Besucher macht das wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll“, erklären die Verantwortlichen. Zumal angesichts der unklaren Corona-Lage ohnehin fraglich gewesen wäre, wie die Solinger den Kartenvorverkauf annehmen.

Initiativkreis und Brauchtumsverein wollen weiter zusammenarbeiten

Vermeegen und Müller haben derweil den Auftrag erhalten, mit den Vorbereitungen für die Sommerparty 2022 zu beginnen. Zudem möchten Initiativkreis und Brauchtumsverein ihre Zusammenarbeit der Absage zum Trotz fortsetzen. „Wir werden das jetzt intensiv besprechen und so Zöppkesmarkt und Sommerparty noch attraktiver machen“, kündigt Dornseifer an.

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