Umbau der Düsseldorfer Straße und des Marktplatzes

Fußgängerzone in Ohligs soll Seilleuchten und Beete erhalten

Im Frühjahr gab es Diskussionen über die Begrünung der Düsseldorfer Straße. Geplant sind 22 neue Bäume und neun Beete. Archivfoto: Christian Beier
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Im Frühjahr gab es Diskussionen über die Begrünung der Düsseldorfer Straße. Geplant sind 22 neue Bäume und neun Beete.

Konkrete Entwürfe für den Umbau der Düsseldorfer Straße wurden in der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid vorgestellt.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Pläne für die Umgestaltung der Düsseldorfer Straße nehmen Form an. Am Montagabend stellte sie ein Vertreter des beauftragten Unternehmens RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid vor. Inzwischen steht fest, dass entlang der Fußgängerzone neun Pflanzbeete die Begrünung ergänzen sollen. Außerdem sind Hängeleuchten vorgesehen.

Der Umbau der Düsseldorfer Straße und des Marktplatzes ist Teil des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes für Ohligs. Letzterer soll ab Anfang des kommenden Jahres umgestaltet werden. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist laut der Verwaltung im 3. Quartal 2022 zu rechnen. Der Umbau der Fußgängerzone startet voraussichtlich Mitte 2022. Die Planer rechnen mit einer rund einjährigen Bauzeit. Die Gesamtkosten für das größtenteils geförderte Projekt betragen knapp 5,9 Millionen Euro.

Die Entwürfe sehen vor, die Düsseldorfer Straße zukünftig in zwei funktionale Bereiche zu unterteilen. Der südliche soll als „Bewegungsstreifen“ fungieren und frei von Hindernissen sein. Die nördliche Hälfte ist als „Multifunktionsband“ vorgesehen. Dort sind beispielsweise Bäume und andere Begrünung, Ausstattungselemente und Raum für Außengastronomie angesiedelt.

Hinzu kommen vier sogenannte „Inseln“. Diese befinden sich an den Einmündungen der Nebenstraßen zur Fußgängerzone und sind für Aufenthalts- und Spielangebote vorgesehen. Konkret sind Spielskulpturen für Kinder geplant, die alle Sinne ansprechen. Die Themen: Bewegung, Kommunikation, visuelle Wahrnehmung, Akustik.

Mit den Entwürfen für die Düsseldorfer Straße geht einher, dass 13 Bäume gefällt werden müssen. Dafür sollen bis zu 22 neue Standorte entstehen. Vorgesehen ist, Rot-Eschen in Baumrigolen zu pflanzen. Dabei handelt es sich um „vergrößerte Wurzelräume“, erklärt die Stadt. Das Regenwasser der Düsseldorfer Straße wird in die Baumscheiben eingeleitet. Ein Teil des Niederschlags wird in einer Bodenwanne für Trockenperioden gesammelt. Überschüssige Flüssigkeit versickert oder geht in den Mischwasserkanal. Davon erhofft sich die Stadt zum einen Vorteile für die Bäume in trockenen Sommern. Zudem könnten die Rigolen als Zwischenspeicher einen Beitrag zum Überflutungsschutz leisten.

Vor einigen Monaten hatte es Diskussionen über die zukünftige Begrünung der Düsseldorfer Straße gegeben. Am Montag stellten die Planer die Idee vor, neun schmale Pflanzbeete in einer Stahleinfassung zu errichten. Diese sollen jeweils im Rücken geplanter Sitzgelegenheiten entstehen. Bezüglich der Bepflanzung und Pflege der Kästen steht die Verwaltung laut eigenen Angaben in Kontakt mit der Immobilien- und Standortgemeinschaft sowie einzelnen Gewerbetreibenden.

Ohligs: Bank auf dem Bremsheyplatz soll bald wieder stehen

Nach aktuellen Planungsstand werden über der Fußgängerzone zukünftig Hängeleuchten strahlen. Die eine Seite des Seils soll an einer Hausfassade, die andere an einem Mast befestigt werden. Ist dies an einzelnen Stellen nicht möglich, könnten alternativ die gleichen Leuchtstelen wie auf dem Marktplatz zum Einsatz kommen.

Entlang der Düsseldorfer Straße plant die Stadt neun Bänke, auf dem Marktplatz 15. Die alten Bänke wollen die Technischen Betriebe einlagern und an einem passenden Ort wiederverwenden. Außerdem kündigte das Rathaus den Bezirksvertretern am Montagabend an, die große Bank auf dem Bremsheyplatz zeitnah wieder aufzustellen.

Noch keine Neuigkeiten gibt es bezüglich des CDU-Antrags zur Umgestaltung der Verkehrsführung im Bereich West-, Lippe-, Lenne- und Emscherstraße. Carsten Knoch, Abteilungsleiter für Verkehrsplanung, zufolge benötigt die Verwaltung mehr Zeit, da man das Thema unter Berücksichtigung des neuen Nahverkehrsplans angehen wolle. Dieser ist derzeit in Arbeit.

Verkehr

Radverkehr: Thema in der Bezirksvertretung waren auch die Pläne der Stadt für den Vorplatz am östlichen Bahnhofsausgang. Diese ernteten überwiegend Zustimmung. Diskussionen gab es lediglich über den Bereich Merscheider Straße/Kamper Straße. Radfahrer sollen die Sauerbreystraße, eine Einbahnstraße, zukünftig entgegen der Fahrtrichtung befahren dürfen. Dafür ist ein markierter Schutzstreifen vorgesehen. Wegfallen soll eine Spur für den Autoverkehr. CDU, FDP und BfS lehnten den Vorschlag ab – sie äußerten Sicherheitsbedenken und befürchten Staus.

Tempo 30: Einstimmig sprach sich die Politik für zwei neue Tempo-30-Zonen aus: die Ufer- und ihre Nebenstraßen sowie den Bereich Leipziger -, Dresdener - und Meißener Straße.

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