Viel Lob für Auftritt

Für Petra Berghaus geht es bei Voice of Germany nicht weiter

Petra Berghaus ist in Solingen und Umgebung als Trauersängerin und Mitglied des Ensembles Vocalissime bekannt. Archivfoto: Christian Beier
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Petra Berghaus ist in Solingen und Umgebung als Trauersängerin und Mitglied des Ensembles Vocalissime bekannt.

So viel positives Feedback hätte die Solinger Sängerin nicht erwartet: Nach ihrer Teilnahme an der Sat1-Show Voice of Germany erhielt sie jede Menge anerkennende und geradezu euphorische Kommentare auf ihren Social-Media-Accounts – und dazu viele persönliche Nachrichten und E-Mails.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. „Auch von Menschen, die mich zuvor gar nicht so sehr als Sängerin schätzten.“ Obwohl ihr Auftritt mit dem Lied „Mut“ keinen der vier Juroren dazu animierte, sich in den „Blind Auditions“ umzudrehen und sie damit nun „raus“ ist, fühlt sie sich als Gewinnerin. „Ich habe Menschen berührt mit meiner Stimme und das ist das Wichtigste für mich“, sagte die 53-Jährige am Tag nach der Ausstrahlung.

Ihren beruflichen Fokus hat Berghaus auf Trauergesang gelegt. „Das hat sich durch die Sterbebegleitung meiner krebskranken Mutter und ihre Bitte, auf ihrer Beerdigung zu singen, so ergeben“, erzählte sie im Kurztrailer zum Fernsehauftritt. In Solingen und Umgebung ist sie auch durch das Ensemble Vocalissime bekannt. Im Hospiz und am Grab für Angehörige zu singen und dadurch Trost und Seelenfrieden spenden zu können, sei ihre Berufung, sagt Berghaus. Ein Gedanke, den ihr auch Jurymitglied Sarah Connor im Gespräch nach ihrem Auftritt mitgab: „Du bist für andere Aufgaben bestimmt“ sagte sie.

Petra Berghaus hatte selbst gespannt auf den Sendetermin der vor Monaten aufgezeichneten Show gewartet. „Ich weiß, wie ich mich währenddessen, kurz davor und danach gefühlt habe“, sagt sie. „Aber es gab keine Chance, mir das vorab anzuschauen.“ Das, was sie am Sonntag auf dem TV-Bildschirm sah, „war völlig okay“, findet sie. „Dieses sperrige Lied, das das Voice-Team für mich ausgesucht hatte und das ich mir in kurzer Zeit erarbeiten musste, konnte man nicht besser singen.“

Eine bereichernde Erfahrung, die sie nicht missen möchte

Die Sequenz im Voice-of-Germany-Studio in der Rampenlicht-Kulisse vor den nicht sichtbaren Juroren, sei im Frühling wie in Trance abgelaufen. „In der Unterhaltung mit Johannes Oerding, Mark Forster. Sarah Connor und Nico Santos fühlte ich mich dann wieder ,echt’ und so kam ich, glaube ich, auch rüber: authentisch.“ Ihre Antwort auf Forsters Frage, ob es etwas gebe, das sie Menschen durch ihren engen Kontakt mit Sterbenden und dem Tod mitgeben könnte, kam aus tiefem Herzen und geradezu leicht: „Ja. Dass man keine Angst haben muss.“

Ihr Fazit: „Eine durch und durch bereichernde Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich habe viel über mich gelernt, habe jede Menge Impulse bekommen und tolle Menschen kennengelernt. Aber mein Ding ist nicht die große Bühne, sondern der kleine, stille und emotionale Moment“.

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