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Frühere Solingerin lindert Not auf Mallorca

Elvira Urbach setzt sich im Team der mallorquinischen Tafel Hope für Bedürftige ein. Foto: Hope
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Elvira Urbach setzt sich im Team der mallorquinischen Tafel Hope für Bedürftige ein.

Elvira Urbach betrieb einmal den Wupperhof – heute lebt sie auf den Balearen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Das jüngste Projekt der Initiative Hope auf Mallorca ist eine kostenlose Essenverteilstation in Santanyí. Die Zahl der Bedürftigen, die sich an den Öffnungstagen dort eingefunden hatten, übertraf alle Befürchtungen der Organisatoren – etwa 900 Lebensmittel-Tüten werden nun derzeit wöchentlich abgegeben, Bedarf steigend.

Mittendrin im Helferteam: Elvira Urbach. Die frühere Solingerin wird vielen noch aus ihrer Zeit als Betreiberin des Landgasthofs Wupperhof – damals noch unter dem Namen Ackermann – bekannt sein. Seit 2005 führt sie inzwischen mit Ehemann Peter das Lokal „Es Pinaret“ im Süden Mallorcas. „Corona hat die Insel furchtbar getroffen“, sagt Elvira Urbach am Telefon. „Nach dem Winter hatten alle in die erwartete Frühlings- und Sommersaison investiert – und dann kam das Virus. Mit ihm der europaweite Shutdown und ausbleibende Gäste für Hotelbetten und Lokalplätze.“

„Corona hat die Insel furchtbar getroffen.“
Elvira Urbach

Schon nach der ersten Woche der Verteilaktion war der Umzug in größere Räume erforderlich. Hope Mallorca, das zwei Freundinnen von Elvira Urbach gegründet haben, ist nun in der Carrer de la Mar 3 in Santanyí an drei Tagen in der Woche geöffnet. Das Team aus freiwilligen Helfern für die Essensverteilung ist in kürzester Zeit von zwei auf 26 Personen gewachsen. Organisation, Lagerung, Konfektionierung von Waren bis zur Warenausgabe an Bedürftige, dabei die Corona-Schutzmaßnahmen immer im Blick: all das gehört zu den Aufgaben. Langfristig plant Hope eine Ausweitung der Initiative auch auf andere Städte der Insel. Aber erst wenn genügend Erfahrungen im Leuchtturmprojekt Santanyí gesammelt wurden – und daraus ein optimiertes Konzept entwickelt werden konnte.

Nach wie vor ist Hope Mallorca auf großzügige Lebensmittelspenden angewiesen. Zunächst ging es lediglich darum, nicht nur Internetanbietern das Feld zu überlassen, sondern den lokalen Handel vor Ort zu stärken, sagt Elvira Urbach. „Da aber viele Familien sich durch die wochenlange Zwangspause und nicht geflossene Einnahmen nicht einmal mehr Essen leisten können und viele Unternehmen schließen müssen, kam die Idee für die Essensverteilung“, schildert Urbach die Lage.

Welche Auswirkungen diese Krise bis zum nächsten Winter haben werde, sei schwer einschätzbar; der Blick auf die sogenannte neue Normalität lasse nur wenig Besserung erwarten.

Die Krise, ausgelöst durch Covid-19, und ihre wirtschaftlichen Folgen trifft alle auf Mallorca gleichermaßen. Hope soll eine Onlineplattform sein, auf der sich mallorquinische Dienstleister und Händler mit ihren Waren und Angeboten präsentieren können.

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