Weyersberg

Fronten bleiben beim Projekt Arena Bergisch Land verhärtet

Mitte 2026 könnte die neue Arena Bergisch Land fertig sein.
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Mitte 2026 könnte die neue Arena Bergisch Land fertig sein.

Grüne kritisieren Vorgehensweise des Rathauses. Sie stellen dem bisherigen Verfahren ein schlechtes Zeugnis aus.

Von Andreas Tews

Solingen. Vor allem für den Schulsport, die Vereine und die Menschen in der Umgebung dürfen durch eine Arena Bergisch Land am Weyersberg keine Nachteile entstehen. Mit dieser und anderen Forderungen gehen die Grünen in die neue politische Runde um eine Mehrzweckhalle, die auch der Handball-Bundesligist Bergischer HC als Heimspielort nutzen könnte.

Die Grünen betonen zwar, dass auch sie dem BHC helfen wollen. Es müsste aber ein offenes transparentes Verfahren mit „ehrlichen Zahlen“ geben, fordern der Grünen-Ratsfraktionssprecher Frank Knoche und Umweltausschuss-Vorsitzender Thilo Schnor. Dem bisherigen Verfahren stellen sie ein schlechtes Zeugnis aus. Laut Knoche traut sich kaum ein Betroffener, sich in dieser Frage öffentlich zu äußern.

Thilo Schnor sorgt sich um den Breitensport.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) hatte im Herbst Pläne präsentiert, nach denen die in die Jahre gekommene Klingenhalle abgerissen und stattdessen einige Meter weiter eine Arena für Sport und Veranstaltungen mit bis zu 8000 Besuchern errichtet werden könnte. In einem Gutachten legte ein externes Büro dar, dass dies sich aufgrund der anstehenden Sanierung der Klingenhalle und bei einer entsprechenden Auslastung der Arena rechnen würde.

Diese Zahlen seien aber nicht ehrlich, kritisiert Schnor. Zum Beispiel seien die Ersatzstandorte für Fußball- und Bolzplätze, die der Arena weichen sollen, nicht berücksichtigt. Darum rechnet Schnor mit Kosten von mindestens 70 Millionen Euro, statt der 50 Millionen aus dem Gutachten. Zu den von der Rathausspitze angekündigten Förderzusagen des Landes NRW hat Knoche Akteneinsicht beantragt. Auch bei den Betriebskosten der Klingenhalle sei zugunsten der Arena „schöngerechnet“ worden.

Laut Frank Knoche wurde „schöngerechnet“.

Schnor ist wichtig, den Breiten- und Schulsport im Blick zu behalten. Wenn die neue Halle durch eine Großveranstaltung mit Auf- und Abbau drei Tage belegt sei, dürften Schüler und Vereine nicht darunter leiden.

Ein neuer Antrag der Grünen besagt, dass keine Grundsatzentscheidung fallen solle, bevor die offenen Fragen geklärt seien. Die beiden Grünen-Politiker fordern, jetzt in den aus ihrer Sicht überfälligen offenen Dialog mit allen Beteiligten einzusteigen.

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