Barrierefreiheit

Freizeitstuhl machte den Museumsbesuch einfacher

Freuen sich über mehr Barrierefreiheit im Zentrum für verfolgte Künste (v. l.): Christian Graf von Provita, Johanna Jurgschat (Zentrum für verfolgte Künste), Spenderin Doris Knipper, Dorothee Daun (Zentrumsaufsichtsrat und Jürgen Kaumkötter (Museumsleiter). Foto: Christian Beier
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Freuen sich über mehr Barrierefreiheit im Zentrum für verfolgte Künste (v. l.): Christian Graf von Provita, Johanna Jurgschat (Zentrum für verfolgte Künste), Spenderin Doris Knipper, Dorothee Daun (Zentrumsaufsichtsrat und Jürgen Kaumkötter (Museumsleiter).

Das Geschenk von Doris Knipper und Provita ermöglicht mehr Barrierefreiheit im Zentrum für verfolgte Künste.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Das Zentrum für verfolgte Künste erhielt am Donnerstagnachmittag einen sogenannten Freizeitstuhl. Doris Knipper als engagierte Privatfrau mit „Herz für Senioren“, wie sie selbst sagt, und die Wermelskirchener Firma Provita übergaben ihre Schenkung an Zentrumsleiter Jürgen Kaumkötter. Der Stuhl – vorgestellt bei einer der letzten Seniorenmessen im Solinger Theater vor der Pandemie – ist dafür konzipiert, Mobilität in Freizeit und Museen zu garantieren, auch wenn ein Besucher oder eine Besucherin gehschwach ist.

Es handele sich um eine moderne Fortbewegungshilfe und sei etwa für jemanden gedacht, der nicht so lange vor einem Bild stehen kann. Oder für jemanden, der wegen einer Erkrankung vorübergehend immobiler ist als sonst, erläutert Christian Graf von Provita.

Museumsbesucher könnten nun unaufwendig jederzeit auf den Freizeitstuhl zugreifen, der ab heute seinen Platz im niedrigen Ratssaal bekommen werde, sagte Kaumkötter, der sich freute, mit diesem Angebot nun ein weiteres Puzzle- Teilchen für das Museum zu haben – auf dem Weg zu einem barrierefreien Gesamtkonzept. „Im nächsten Schritt könnte man einen sogenannten Schwanenhals an dem Stuhl montieren, um die Benutzung eines Tablets für eine digitale Führung zu ermöglichen“, dachte Kaumkötter laut.

Den Anlass der Schenkung nutzt das Museum, um die Themen Barrierefreiheit und inklusive gesellschaftliche Teilhabe auch im Jahr 2022 wieder aufzugreifen. „Wir möchten ein Museum für alle sein“ betonte Kaumkötter beim Pressetermin. Deshalb sei es wichtig, einen Austausch über inklusive Vermittlung musealer Inhalte, die Präsenz und Bereitstellung von Unterstützungen wie Rollstühlen oder Audio-Guides voranzutreiben.

Für ein direktes Feedback hatte das Zentrum für verfolgte Künste zum Schenkungstermin eine Besuchergruppe aus dem Wohnheim der Behinderten-Heimstätte Solingen ins Museum eingeladen. „Einerseits kann der neue Freizeitstuhl gleich in der Praxis ausprobiert werden, andererseits steht er auch symbolisch für unser Ziel, dass ganz unterschiedliche Menschen sich bei uns im Haus wohlfühlen und sich hier gerne über Kunst und Geschichte informieren“, erläuterte Johanna Jurgschat vom Zentrum für Verfolgte Künste.

www.verfolgte-kuenste.com

Zur Zeit zeigt das Zentrum für verfolgte Künste unter anderem unter dem Titel „Kunst kennt keine Grenzen“ Bilder der US-amerikanischen Künstlerin Ann van Matre.

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