Kanzlerkandidaten

Frauen-Union für Söder, CDA für Laschet

Sebastian Haug nimmt den Gewählten in Schutz. Foto: up
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Sebastian Haug ist CDU-Kreisvorsitzender.

CDU ist für baldige Lösung in K-Frage

Solingen. Viele Protagonisten der Solinger CDU geben sich in der Kanzlerkandidatenfrage der Union neutral, einige haben einen Favoriten. Einig sind sich die Vorsitzenden der Kreispartei und ihrer Vereinigungen aber darin, dass sie sich eine schnelle Entscheidung zwischen den Parteivorsitzenden Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) wünschen.

Am Dienstag stellten sich die Bewerber den Abgeordneten in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Zuvor hatten sich die Führungsgremien der beiden Parteien jeweils für ihren Vorsitzenden ausgesprochen. Ursprünglich wollten sich CDU und CSU bis Pfingsten Zeit mit einer gemeinsamen Lösung lassen. Doch der Druck wächst.

„Ich erwarte, dass die beiden zu einem gemeinsamen Vorschlag kommen“, sagte am Dienstag der CDU-Kreisvorsitzende Sebastian Haug. Dafür sei es jetzt an der Zeit, erklärte der Christdemokrat, der nach eigenen Angaben beide Bewerber für geeignet hält. Auch der Chef der CDU-Ratsfraktion, Daniel Flemm, und der Kreisvorsitzende der Seniorenunion, Hansjörg Schweikhart, sprachen sich für eine möglichst baldige Entscheidung aus. Das Ziel müsse es sein, geschlossen in den Wahlkampf zu gehen, unterstrich Waldemar Gluch (CDU-Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung).

Junge Union hat keinen klaren Favoriten

Bei der Jungen Union gibt es laut Jonathan Bürger keinen klaren Favoriten. Überzeugt ist er davon, dass auch der Verlierer dieses parteiinternen Wettbewerbs nicht beschädigt aus der Sache hervorgehen werde. Aus Sicht von Ratspolitiker Flemm hat jeder der potenziellen Kandidaten seine Vorzüge: Laschet, weil er menschlich und charakterlich geeigneter, Söder, weil er kommunikativer und durchsetzungsfähiger sei.

Einen klaren Favoriten hat laut Simone Lammert die Frauen-Union: Für Markus Söder sprächen die Umfragewerte und die Tatsache, dass er sein Kabinett in Bayern nach Geschlechtern paritätisch aufgestellt habe. Klaus Peter Watzlawek von der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) sprach sich hingegen für das CDA-Mitglied Laschet aus, weil der stärker für Arbeitnehmerinteressen eintrete.

Standpunkt: Keine Aufbruchstimmung

andreas.tews@solinger-tageblatt.de

Kommentar von Andreas Tews

Normalerweise geht von der Kür eines Spitzenkandidaten eine Aufbruchstimmung aus. Davon sind die Solinger Christdemokraten in der aktuellen K-Frage ein ganzes Stück entfernt. Bei nicht wenigen Parteimitgliedern klingt sogar durch, dass sie sich einen ganz anderen als Kanzlerkandidaten gewünscht hätten. Ihnen ist aber bewusst: Um jetzt zum Beispiel noch den Vorsitzenden der Unions-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, oder Außenpolitiker Norbert Röttgen in die Debatte einzubringen, ist es zu spät. Manch einer sagt sogar, dass eine Entscheidung schon allein deswegen bald hermüsse, weil es wichtigere Probleme gebe. Euphorie klingt anders. Dabei ist es in der aktuellen Situation besonders wichtig, die Bürger von den Fähigkeiten der handelnden Personen zu überzeugen. Die nächste Gelegenheit, für mehr Begeisterung zu sorgen, bietet sich der CDU vor Ort am Samstag. Dann ist geplant, erneut Jürgen Hardt als Bundestagskandidaten für Solingen, Remscheid und Wuppertal-Süd aufzustellen.

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