Schadpilze schädigen Eschen

Förster sorgen sich um die Standfestigkeit alter Bäume

Sturm Sabine hatte im Frühjahr 2020 einen von zwei uralten Bäumen an der Altenhofer Straße ins Wanken gebracht. Später wurden massive Schäden festgestellt. Die Bäume mussten gefällt werden.Archivfoto: to
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Sturm Sabine hatte im Frühjahr 2020 einen von zwei uralten Bäumen an der Neuenhofer Straße ins Wanken gebracht. Später wurden massive Schäden festgestellt. Die Bäume mussten gefällt werden.

Extreme Wetterereignisse sind in unseren Breiten keine Seltenheit mehr.

Von Timo Lemmer

Solingen. Auch Stürme gibt es immer häufiger. Zuletzt fegte kurz vor dem Jahreswechsel Sturm Hermine mit bis 100 Kilometern pro Stunde über das Land. In Solingen hat das glücklicherweise nur vereinzelt für umgestürzte Bäume und Beeinträchtigungen gesorgt, wie Markus Schlösser berichtet. „Es gab nur relativ wenige Schäden und keine großflächigen Ereignisse“, sagt der Abteilungsleiter Wald beim Stadtdienst Natur und Umwelt. Schlösser ist erleichtert darüber, dass nach Orkan Sabine, der im Februar unter anderem für vorsorgliches schulfrei gesorgt hatte, erneut ein stürmischer Tag in der Stadt glimpflich verlaufen ist.

Denn der Förster befürchtet, dass es durchaus zu mehr Problemen kommen kann, wenn ein wirklich heftiger Sturm aufziehen sollte: „Gerade die alten Bäume haben in den letzten Jahren stark gelitten.“ Schlösser und seine Kollegen sorgen sich daher um die Standfestigkeit. Vor allem die feinen Wurzeln dürften gelitten haben. Aber: Es sei unsicher, ob die Dürre der letzten Jahre auch in diesem Bereich für Probleme sorgen wird. „Das wissen wir nicht so wirklich“, sagt Schlösser, „aber durch die Trockenheit sind die Böden schon sehr tief ausgetrocknet, so dass gerade feine Wurzeln absterben könnten.“ Soweit könne man allerdings nicht in den Boden sehen – ein Zusammenhang zwischen verminderter Standfestigkeit und dem Klimawandel sei daher bislang nur eine theoretische Annahme.

90 Prozent der Eschen sind geschädigt

Probleme bereitet allerdings eine weit verbreitete Baumart: die Esche. Mitte November war in Haan-Gruiten eine 25 Meter hohe Esche in einem privaten Wald auf einen 12-jährigen Jungen gestürzt. Ein Schadpilz sorgt bei Eschen für massives Triebsterben. Schlösser weiß das aus forstwissenschaftlichen Untersuchungen – hat das Problem im städtischen Wald im Blick: „Etwa 90 Prozent der Eschen sind geschädigt. Im Zweifel schneiden wir den Baum ab“, sagt Schlösser. Denn im Zweifel habe natürlich die Sicherheit der Menschen oberste Priorität.

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