Digitalisierung

Förderung hilft beim Weg zur digitalen Stadt

Die App „Mensch, Solingen“ soll zukünftig relevanter E-Government-Prozesse abbilden. Archivfoto: Christian Beier
+
Die App „Mensch, Solingen“ soll zukünftig relevanter E-Government-Prozesse abbilden.

Bergisches Städtedreieck ist seit 2018 Modellregion.

Von Manuel Böhnke

Solingen. 91 Millionen Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen Kommunen 2018 bereitgestellt, um ihre digitalen Angebote auszubauen. Die Summe floss in fünf Modellregionen, darunter das bergische Städtedreieck. Die Stadt Solingen hat die Fördermittel genutzt, um Prozesse im Ausländer- und Integrationsbüro zu digitalisieren. Die geschaffene Infrastruktur kommt laut Rathaus-Angaben auch anderen Verwaltungsdienstleistungen zugute.

Für die Menschen liegt der direkte Nutzen in der ort- und zeitunabhängigen Antragsmöglichkeit.

Stadt Solingen

Das Volumen des Projektes „Digitalisierung im Ausländerwesen“: rund 1,7 Millionen Euro inklusive eines städtischen Eigenanteils von zehn Prozent. Konkret hat die Stadt drei Prozesse „unter Einbeziehung innovativer und technischer Lösungsansätze“ überarbeitet. Dadurch ergebe sich „wesentliche Mehrwerte“ für Antragstelle sowie die Verwaltung. Dies gelte beim Thema „Einbürgerung“ ebenso wie in den Bereichen „Verpflichtungserklärung“ und „Beschäftigungserlaubnis bei Duldungen“.

„Um das Ziel für die Verwaltungsleistungen zu erreichen, führte die Klingenstadt Solingen insbesondere ein Serviceportal für städtische Online-Dienstleistungen und eine automatisierte Postausgangsbearbeitung ein“, erklärt das Rathaus auf ST-Anfrage. Zudem sei es möglich, Verwaltungsgebühren unmittelbar mittels elektronischer Bezahlfunktion zu entrichten.

Solingens digitale Stärken und Schwächen

Eine weitere Auswirkung der Förderung: Bereits zuvor im Einsatz befindliche Software sei erweitert und optimiert worden. So habe die Stadt ihr Dokumenten-Management-System auch im Ausländer- und Integrationsbüro eingeführt. Dieses ermögliche, Dokumente rechtssicher zu speichern und zu archivieren. Darüber hinaus geben die Verantwortlichen an, „die bisherigen Fachverfahren für Ausländerwesen und Einbürgerungen durch zusätzliche Module erweitert“ zu haben.

Das alles klingt sehr technisch. Wie machen sich die Neuerungen im Kontakt mit der Verwaltung bemerkbar? Dies sei derzeit vor allem im städtischen Serviceportal der Fall, heißt es aus dem Rathaus: „Für die Menschen in Solingen liegt der direkte Nutzen in der ort- und zeitunabhängigen Antragsmöglichkeit, der höheren Transparenz der Verwaltungsprozesse und der Schaffung eines Single-Point-of-Contact.“

Dass der Status der beantragten Verwaltungsdienstleistung im Serviceportal verfolgt werden kann, erhöhe die Transparenz. Zudem bündele das Portal die mit dem Antrag einhergehende Kommunikation. Das ist mit Single-Point-of-Contact gemeint – eine zentrale Anlaufstelle.

Die geschaffene und erweiterte Infrastruktur könne fortan auch genutzt werden, um weitere Verwaltungsdienstleistungen zu digitalisieren. Beispielhaft nennt die Stadt das digitale Einreichen von Nachweisen für das Jobcenter, Online-Anmeldung bei der städtischen Bibliothek sowie das Beantragen von Bewohnerparkausweisen.

Eine wichtige Rolle dabei soll zukünftig die App „Mensch, Solingen“, einnehmen. Diese werde im Zuge des „Smart-City“-Projektes „ständig weiterentwickelt“. Sie soll alle relevanten E-Government-Schritte – unter dem Begriff versteht man den verstärkten Einsatz von IT-Technik und elektronischen Medien für Regierungs- und Verwaltungsprozesse – abbilden.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Walder Stadtsaal steht zum Verkauf
Walder Stadtsaal steht zum Verkauf
Walder Stadtsaal steht zum Verkauf
Große Nachfrage nach 9-Euro-Ticket in Solingen
Große Nachfrage nach 9-Euro-Ticket in Solingen
Große Nachfrage nach 9-Euro-Ticket in Solingen
Unfall: Solingerin verliert kurzzeitig das Bewusstsein
Unfall: Solingerin verliert kurzzeitig das Bewusstsein
Unfall: Solingerin verliert kurzzeitig das Bewusstsein
26-Jähriger verursacht hohen Sachschaden bei Alleinunfall
26-Jähriger verursacht hohen Sachschaden bei Alleinunfall
26-Jähriger verursacht hohen Sachschaden bei Alleinunfall

Kommentare