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Förderkreis Zentrum für verfolgte Künste ernennt Ehrenmitglieder

Uli Preuss (v.l.) , Sylvia Löhrmann und Barbara Löcherbach gehören zum Vorstand des Förderkreises. Foto: Förderkreis Zentrum für verfolgte Künste
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Uli Preuss (v.l.) , Sylvia Löhrmann und Barbara Löcherbach gehören zum Vorstand des Förderkreises.

Der neue Verein unterstützt die laufende Ausstellung zum 150. Geburtstag des Schriftstellers Heinrich Mann.

Von Philipp Müller

Solingen. Vor einem Jahr gründete sich der Förderkreis des Zentrums für verfolgte Künste. Sichtbar wird er seit Ende November als Unterstützer der Ausstellung zum 150. Geburtstag des Schriftstellers und verfolgten des Naziregimes, Heinrich Mann. Nun legte der Förderkreis im Rahmen seiner Hauptversammlung weitere Perspektiven der Arbeit fest.

Der Förderkreis sei ein wichtiger Partner, um die Arbeit des Zentrums auf der einen Seite zu unterstützen und auf der anderen Seite auch in die Breite der Gesellschaft zu tragen, hatte Zentrumsdirektor Jürgen Kaumkötter vor einem Jahr gesagt. Angeführt wurde der Verein von Sylvia Löhrmann, der früheren stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes NRW. Sie ist auch Geschäftsführerin des Vereins 1700 Jahre jüdisches Leben. In dieser Eigenschaft stellt sie morgen im Zentrum die Aktion „1700 Flaggen werden bundesweit für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus gehisst“ vor.

Verein kann Mitgliederzahl mehr als verdreifachen

Die Zahl der Mitglieder des Förderkreises ist in 2021 von anfangs 11 auf 34 angewachsen, ein Beirat mit Sachverständigen wurde berufen und hat bereits getagt. Das teilte Löhrmann auf der Sitzung mit. Der Satz „Ziel ist die Weiterentwicklung des Zentrums als Begegnungs- und Lernort“ gilt dem Verein als Verpflichtung. Zur Kabinettausstellung zum 150. Geburtstag Heinrich Manns in der Literatursammlung des Zentrums im ehemaligen Gräfrather Rathaus an der Wuppertaler Straße sagte Löhrmann: „Ins Zentrum stellen wir den politischen Schriftsteller Heinrich Mann vor, welcher der wilhelminischen Gesellschaft den Spiegel vorhält. Sein Werk ,Der Untertan‘ zeigt Strukturen autoritärer Gesellschaften auf und ist damit auch heute eine eindringliche Mahnung zur Zivilcourage und Verteidigung der Demokratie.“

Gründer und Stifter des Zentrums werden Ehrenmitglieder

Der Förderkreis sucht auch die enge Bindung zum Zentrum selbst. Da ist es logisch, dass der Verein auf seiner Sitzung im November auch erste Ehrenmitgliedschaften aussprach. Dazu gehört Hajo Jahn, der Vorsitzende der Else-Lasker-Schüler Gesellschaft. Jahn hatte bereits in den 1990er Jahren und verstärkt in den 2000er Jahren ein Zentrum für die verfolgte Kunst gefordert. Möglich wurde dies durch die Gründung einer Bürgerstiftung und Schenkungen. Dafür steht der Sammler von Werken verfolgter Künstler Dr. Gerhard Schneider sowie Jürgen Serke als Autor und Sammler der Bücher verfolgter Dichter.

Löhrmann würdigte bei der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft deren Tun mit den Worten: „Ohne ihre Pionierarbeit unterschiedlichster Art wäre das Zentrum heute nicht das, was es ist.“ Der Förderkreis setze auf den Rat und die Unterstützung aller drei bei der Arbeit des Vereins.

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