Hilfsorganisation

Flüchtlingshilfe wird durch Stiftung unterstützt

Saskia Frings, Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Solingen, freute sich, mit elf weiteren Hilfsorganisationen Bedürftigen zu helfen. Foto: Christian Beier
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Saskia Frings, Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Solingen, freute sich, mit elf weiteren Hilfsorganisationen Bedürftigen zu helfen.

Im Lockdown kann der Verein nicht mehr alle Leistungen anbieten.

Solingen. Mit einer guten Nachricht startet die Solinger Flüchtlingshilfe ins neue Jahr. Denn noch kurz vor dem Jahresende 2020 konnte eine große Hilfsaktion abgeschlossen werden. Ein Laster brachte zwölf Paletten mit Wasche- und Hygieneartikeln nach Solingen. Wie Dr. Birgit Lindlar-Kremer berichtet, habe der Vorstand des Hilfsvereins dazu vorab Förderanträge bei der Fritz-Henkel-Stiftung gestellt. Die Stiftung unterstützt soziale und kulturelle Projekte von Henkel-Mitarbeitern. Lindlar-Kremer arbeitet für den Düsseldorfer Konzern, so wurden die Anträge möglich.

Ein Antrag bezog sich auf die Sachspende, ein zweiter über einen Zuschuss für die Arbeit, der mit 3000 Euro ebenfalls positiv von der Stiftung beschieden wurde.

Die Waren wurden aber nicht alleine über die Flüchtlingshilfe verteilt. Bewusst habe sich der Verein dafür entschieden, weitere Hilfsorganisationen einzubinden, um auch die richtigen Menschen zu erreichen. Das sei nämlich in Lockdown-Zeiten nicht zu einfache. Gerade bedürftige ältere Solinger würden sich teilweise nicht aus der Wohnung trauen, um sich nicht mit Corona anzustecken. Gleich elf Partner für die Verteilung hätte man finden können, berichtet Lindlar-Kremer.

„Es ist schön, wenn in diesen schweren Zeiten etwas klappt.
Karola Lisgaris, Flüchtlingshilfe

Auch die Vereinsvorsitzende, Saskia Frings, erklärt: „Nur in Zusammenarbeit mit anderen Menschen und Sozialorganisationen war es machbar, diese Dinge noch vor Weihnachten an so viele Bedürftige wie möglich abzugeben.“ Mit der Verteilung war auch Karola Lisgaris beschäftigt. Sie sagt nach dem Abschluss der Aktion: „Es ist wirklich schön, wenn in diesen schweren Zeiten auch einmal etwas klappt. Und es hat mich riesig gefreut, wie toll die Zusammenarbeit bei der Verteilung funktioniert hat.“

Die Flüchtlingshilfe kann momentan aber nicht alle Angebote wegen der Corona-Beschränkungen öffnen. Zwar hat der Paketshop geöffnet und auch die Kleiderkammer darf für die Abgabe der Hygieneartikel unter strengen Auflagen öffnen. Doch das Café, der Friseur und die Schneiderei sind geschlossen.

„Auch die Beratung findet unter strenger Beachtung der Hygieneauflagen weiterhin statt, allerdings bleiben zunehmend ältere Ehrenamtler und Bedürftige fern, weil sie Angst vor Ansteckung haben“, berichtet Dr. Birgit Lindlar-Kremer. Da wünsche sich der Verein weitere Mithelfer. -pm-

www.fluechtlingshilfe-solingen.de

Nach der Familientragödie an der Hasseldelle, bei der fünf Kinder mutmaßlich von der eigenen Mutter getötet wurden, hat der Verein Flüchtlingshilfe ein neues Projekt ins Leben gerufen: Unter dem Namen SOS Menschenhilfe wollen Saskia Frings, Christine Osiw und weitere freiwillige Helfer Menschen in Notlagen eine Anlaufstelle bieten.

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