Kulturen

Flüchtlinge feiern mit Gräfrath hilft ein fröhliches Sommerfest

Die Kinder hatten auf dem Gelände des Begegnungszentrums „ Libelle“ ihren Spaß.
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Die Kinder hatten auf dem Gelände des Begegnungszentrums „ Libelle“ ihren Spaß.

Soziales Engagement für alle Solinger – besonders für Menschen aus dem Kriegsgebiet.

Solingen. Der Duft von Gegrilltem lag am Samstagnachmittag verlockend in der Luft – im unteren Teil der Gräfrather Schulstraße. „Gräfrath hilft“ feierte in der „neuen Libelle“, dem ehemaligen Schulgebäude – ihrem Zuhause. Fröhliches Lachen bei Federball, Seilchenspringen oder Torwandschießen gesellten sich zu dem Gute-Laune-Gesamteindruck hinzu. Und als noch ein Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr anrollte und die Kinder gucken, staunen und fragen durften, war alles geradezu perfekt.

Ukrainische, arabische und deutsche Sätze vermischten sich miteinander: Die Verständigung klappte wunderbar und wo Sprache nicht ausreichte, genügte Gestik und Mimik.

Bei Fragen zu Formalitätenunterstützt Solingen solidarisch

„Wir machen heute das erste Mal seit Beginn der Pandemie wieder ein solch größeres Fest“, sagte Lisanne Käsch, neben Georg Schubert, Stefano de Nuccio und Gabi Vogel im Leitungsteam.

Spürbar hat sie Freude an der allgemeinen guten Stimmung der Erwachsenen und der Kinder und ist dankbar für die Spenden, die diese Begegnungsfeier ermöglicht hat: Die Knupp-Stiftung und die Bäckerei Stöcker. Auf diese Weise würden Menschen aus der Ukraine mit Rat und Tat unterstützt, sagt Käsch.

Seit 2015 hilft der Verein in der Stadt angekommenen Geflüchteten mit allem, was sie brauchen. „Wir haben eine Kleiderkammer, zudem bekommen wir Spielzeugspenden. Und auch Küchenutensilien werden oft benötigt, sagt Käsch. Ansonsten gebe es regelmäßige Treffs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Hilfe bei Formalitäten. „Dafür kooperieren wir seit Kurzem mit anderen Organisationen wie zum Beispiel Solingen Solidarisch, sagt Georg Schubert. „Wir haben diese Büro-Sachen nun aus dem sozialen Leben der Libelle ausgelagert, weil Mitarbeiter nicht mitten im Getümmel vernünftig und konzentriert Hilfe bei komplizierten Anträgen geben können.“

Möglich ist das auch deshalb, weil viele der Neu-Solinger aus der ersten Flüchtlingswelle inzwischen nicht nur gut in Solingen angekommen sind, Deutsch sprechen, Job und Wohnung haben, sondern in der „Libelle“ kräftig mithelfen. Zum Beispiel eben am Samstag an einem der beiden Grillstände.

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