Musical im Theater und Konzerthaus

„Flashdance“: Zuschauer verlieren sich in der Musik

Die Musical-Version brachte das Lebensgefühl der 1980er Jahre mit dem Zeitgeist von heute zusammen. Foto: Andreas Horn
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Die Musical-Version brachte das Lebensgefühl der 1980er Jahre mit dem Zeitgeist von heute zusammen.

Bekannte Hits durften bei der Musical-Adaption nicht fehlen.

Von Julia Wodara

Solingen. Das Musical „Flashdance“ ist keine Neuheit – bereits 2008 fand die Adaption des 80er-Jahre-Tanzfilms ihren Weg auf die Theaterbühnen, 2013 kam sie erstmalig auch im deutschsprachigen Raum an. Seit 16. Oktober 2021 nun tourt „Off-Musical“ mit einer Version durchs Land, die verspricht: „Das Lebensgefühl der 80er trifft auf den Zeitgeist von heute.“ An diesem Wochenende machten sie damit nun auch im nahezu ausverkauften Solinger Theater und Konzerthaus Station.

Der Geschichte des Kultfilms von 1983 ist die Produktion treu geblieben: Alexandra Owens kämpft mit Unterstützung ihres Liebhabers Nick Hurley – besetzt durch Veronika Hammer und Denis Riffel – um den Traum eines Tanzstudiums an einer Pittsburgher Tanzschule; parallel dazu entwickeln sich in den Nebenfiguren ähnliche Handlungsstränge über Erfolgsvisionen und ihre Opfer.

Nichtsdestotrotz wird auch der Adaptionscharakter deutlich, den das Musical bereits durch seine Genreüberschreitung gewinnt: Deutschsprachige Gesangseinlagen und zusätzliche Einbauten von Songs wie „I Love Rock ’n’ Roll“ sind – gerade für Kenner und Kennerinnen der Musical-Variante – zu erwartende Unterschiede zur Filmversion. Doch auch kleinere Veränderungen schleichen sich bei der Produktion ein: Passend zum angekündigten Motto „1980 Meets 2021“ lassen sich so einige kurze Referenzen zu zeitgenössischen Themen erkennen.

Rhythmisches Klatschen wie bei einem Konzert

Nicht zuletzt dringt „Flashdance – Das Musical“ wohl am stärksten durch seinen mitreißenden Charakter in das Jahr 2021 ein: Eine vierte Wand kann kaum existieren, wenn das Publikum die Tänze der Darstellenden mehr zu bewundern scheint als die Geschichte ihrer Figuren. Oder wenn es sich, wie bei einem Konzert, durch rhythmisches Klatschen in der wohlbekannten Musik verliert. Flashdance-Fans, die es vor allem aufgrund des Originalsoundtracks ins Theater zieht, kommen so also auch auf ihre Kosten: Hits wie Michael Sembellos „Maniac“ und Irene Caras „Flashdance. . . What a Feeling“ fehlen natürlich nicht.

Alle, die besonders viel Gefallen an den Songs in den Varianten von „Off-Musical“ (Eigenschreibweise: offMUSICAL) finden, können diese zu Hause weiter hören: Sie sind als CD erhältlich oder stehen zum Streaming auf allen gängigen Plattformen bereit.

Weitere Termine

„Flashdance – Das Musical“ ist noch bis 16. Januar 2022 an 50 Terminen zu sehen – etwa am 15. und 16. November in Bochum und am 17. und 18. November in Köln. Infos und Karten: showslot.com/offmusical/flashdance

Lesen Sie auch: Karneval in Solingen startet mit Galasitzung und Prinzenproklamation.

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