Konzert aufwendig inszeniert

First Klaas Quintett überzeugt online

Bandleader Klaas Voigt überzeugte einmal mehr am Saxofon.Archivfoto: Nadine Targiel
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Bandleader Klaas Voigt überzeugte einmal mehr am Saxofon.

Auch zu Coronazeiten gibt es „Solingen jazzt“ mit dem First Klaas Quintett.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Auch zu Coronazeiten gibt es „Solingen jazzt“ mit dem First Klaas Quintett, allerdings ohne Zuschauer, sondern nur als Live-Stream – seit Donnerstagabend kostenlos zu sehen bei YouTube. Auf der „Aufnahmebühne“ im Theater inszenierte Klaas Voigt bereits am 19. November 2020 ein „Special“ mit Gast-Trompeter Christian Winninghoff als ungewöhnliches Jazz-Konzert des veranstaltenden Solinger Kulturmanagements.

Gespielt wurden Eigenkompositionen von Klaas Voigt aus dem Studio-Album „Moving“ sowie zwei Titel von Christian Winninghoff, der als Mitglied der Band Jazzkantine das Album „Mit Pauken und Trompeten“ herausgebracht hatte. Die Zeit bis zur Veröffentlichung nutzte Max Michalek, der die drei Aufnahmekameras koordinierte, zu einer beeindruckenden Schnittfolge, die mit sehenswerten Aufnahmen alle Musiker entsprechend ihrem Einsatz groß ins Bild brachte. Dazu kommt der perfekte Ton, der von Hendrik Korthals und Caspar Wolfertz zu einem eindrucksvollen Klangerlebnis zusammengefügt wurde.

Das First Klaas Quintett spielte mit der Stammbesetzung Klaas Voigt (Saxofon, Querflöte) als Bandleader, Philip Mancarella (Piano, Keyboards und Fender-Rhodes), Hannes Vesper (Bass) und Hardy Fischötter (Schlagzeug). Für den wegen Corona verhinderten Trompeter Jan Schneider war Christian Winninghoff ein kompetenter Ersatz.

Gleich der erste Titel „The Drift“ vermittelte die Harmonie zwischen den Bläsern Klaas Voigt und Christian Winninghoff. Bei „Always Monday“ wechselte die Kamera immer wieder zu den tonangebenden Musikern, vom Schlagzeug zu Philip Mancarella, der immer wieder zwischen Piano und Keyboard pendelte. Dann wieder zur Trompete, die Winnighoff mit schnell wechselnden Handgriffen zur Geltung brachte. Auch Saxofon und Bass wurden passend ins Bild gerückt.

Mit „Perfect Weekend“ kam ein Titel von Christian Winninghoff, gefolgt von seinem „Acker Blues“ – mit gestopfter Trompete wirkungsvoll verfremdet. Ein Jazzvergnügen vom Feinsten, nicht nur akustisch, sondern auch vom Optischen her beeindruckend wiedergegeben. Das Konzert ist unbedingt sehenswert.

Mit einem „Solingen Jazz Spezial“ will das Solinger Kulturmanagement die Jazz-Tradition der Klingenstadt der 60er und 70er Jahre wieder aufleben lassen.

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