Pandemie

FFP2-Masken in Apotheken sehr gefragt

Je zwei Gutscheine für Schutzmasken bekommen alle Menschen über 60 Jahren oder mit Vorerkrankungen per Post. Foto: Christian Beier
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Je zwei Gutscheine für Schutzmasken bekommen alle Menschen über 60 Jahren oder mit Vorerkrankungen per Post.

Bis kommenden Montag sollen alle Berechtigten ihre Gutscheine erhalten haben

Solingen. In den vergangenen Tagen und Wochen haben auch viele Solinger Post von ihrer Krankenkasse bekommen. Darin enthalten: Gutscheine der Bundesregierung für zweimal sechs FFP2-Masken, die in den Apotheken eingetauscht werden können.

Wert hat die berechtigten Empfänger ausgewählt?

Die Krankenkassen haben schon im Dezember die Anzahl der Anspruchsberechtigten ans Bundesgesundheitsministerium gemeldet, das die Zahl wiederum an die Bundesdruckerei übermittelt hat. „Wir haben nur die Anzahl und keine Personendaten weitergegeben“, betont Olaf Steinacker, Pressesprecher der Krankenkasse „Die Bergische“.

Welche Personengruppen wurden dabei bedacht?

Ein Anspruch auf Schutzmasken besteht für alle Versicherten, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, erklärt eine Sprecherin der AOK Rheinland/Hamburg auf ST-Anfrage. Jüngere erhalten eine Maske, wenn eine Erkrankung oder ein Risikofaktor vorliegt. Dazu gehören: Lungenerkrankungen wie Asthma, Herz- oder Niereninsuffizienz, Demenz, Schlaganfall, Diabetes oder aktive Krebserkrankung. Auch Menschen, die eine Organtransplantation, Trisomie 21 oder eine Risikoschwangerschaft haben, erhalten Masken.

Sind schon alle Gutscheine verschickt?

„Die Gutscheine sind in drei Chargen verschickt worden“, berichtet Olaf Steinacker. Zunächst seien bei der „Bergischen“ alle Versicherten über 75 Jahren angeschrieben worden, dann die Über-70-Jährigen und Erkrankte und zuletzt die Solinger, die älter als 60 Jahre sind. „Die letzte Gruppe der Über-60-Jährigen erhält jetzt noch teilweise ihren Brief“, erklärt Thorsten Jakob, Pressesprecher der BEK. „Bis zum 15. Februar sollen aber alle Gutscheine verschickt sein.“

Wie wurden die Risikopatienten herausgefiltert?

„Der Versand der Gutscheine an unter 60-Jährige erfolgte auf Basis von Auswertungen der Diagnosedaten der Versicherten, die von behandelnden Ärzten an die AOK übermittelt werden“, so die AOK-Sprecherin.

Wie viele Menschen erhielten die Gutscheine?

„Bei der Bergischen Krankenkasse haben insgesamt 23 918 Anspruchsberechtigte ein Schreiben mit Vouchern erhalten“, so Olaf Steinacker. Die großen überregionalen Krankenkassen wie die AOK oder die BEK haben diese Daten nicht für die einzelnen Regionen erfasst, da der Versand bundesweit erfolgte.

Wann kann man die Gutscheine einlösen?

Jeder Berechtigte erhält in seinem zugesandten Brief zwei Gutscheine. Mit einem können sechs FFP2-Masken bis Ende Februar in den Apotheken abgeholt werden. Der andere Gutschein kann dann für ebenfalls sechs Masken ab Mitte Februar bis Mitte April eingelöst werden.

Sind die Masken für die Versicherten ganz umsonst?

Pro Gutschein müssen die Versicherten einen Eigenanteil von 2 Euro zahlen. „Wir hatten zunächst darauf verzichtet und unseren Kunden dafür einen 2-Euro-Einkaufsgutschein geschenkt“, erklärt Apotheker Alexander Bauer, Inhaber der Alexander- und der Turm-Apotheke. Nach einem Urteil muss der Eigenanteil jetzt erhoben werden, „dafür schenken wir unseren Kunden pro eingelösten Gutschein vier weitere Masken“, so Bauer. Insgesamt seien ausreichend Masken vorrätig. „Da haben wir keine Engpässe“, so Bauer.

Wer zahlt die Kosten für die FFP2-Masken?

Die Apotheken rechnen mit ihrem Verband ab, der bekommt das Geld vom Bund erstattet. „Bei dem ersten Gutschein wurde mit 6 Euro pro Maske abgerechnet, bei dem zweiten mit 3,92 Euro pro Maske. Die Preise für Masken sind ja mittlerweile gefallen“, erklärt Apotheker Alexander Bauer.

Urteil

Gerichtsurteil: Das Landgericht Düsseldorf hat auf Antrag der Wettbewerbszentrale entschieden, dass Apotheken den Eigenanteil von 2 Euro pro Gutschein für sechs Masken erheben müssen. Begründet wurde dies damit, dass Masken ein „knappes Gut“ seien.

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