Hilfe für Helfer

Feuerwehr erhält zwei neue Motorräder

Die Solinger Feuerwehr freut sich über zwei neue Motorräder inklusive neuer Ausrüstung. Foto: Tim Oelbermann
+
Die Solinger Feuerwehr freut sich über zwei neue Motorräder inklusive neuer Ausrüstung.

Die Motorräder werden vor allem bei Rettungseinsätzen in unwegsamen Gelände benötigt.

Von Timo Lemmer

Solingen. Wenn in den kommenden Tagen in Solingens Wäldern die Feuerwehr mit ihren Motorräder unterwegs ist, deutet das nicht zwangsläufig auf einen Einsatz hin: Es kann auch eine Übungsfahrt auf neuem Gerät dahinterstecken. Seit dem Wochenende sind bei der Solinger Feuerwehr zwei neue Motorräder im Einsatz. Die Feuerwehr baut auf neun Kradfahrer, die nun zwei Motorräder des Typs F 850 GS von BMW nutzen, die von der Firma Speed Signal entsprechend ausgebaut wurden – Kostenfaktor pro Maschine ohne weitere Anschaffungen: 26 000 Euro. Zusätzlich gibt es neue Helme und Schutzkleidung.

Das Geld ist gut investiert, betont die Feuerwehr. Die Maschinen werden für besondere Einsätze genutzt, und diese nehmen in letzter Zeit zu. Insbesondere die Menschenrettung im Wald: „Es gab in den vergangenen Jahren eine Zunahme bei der Personensuche. Das liegt einfach daran, dass mehr Leute im Wald unterwegs sind“, sagt Gottfried Kreuzberg, Abteilungsleiter Technik. Er führt weiter aus: „Die Hauptschwerpunkte neben der Personensuche sind Waldbrände oder Einsätze bei Großschadenslagen.“ Bei letzteren sind die Männer auf dem Motorrad als Kradmelder im Einsatz. Bei Waldbränden werden die Fahrzeuge benötigt, um unwegsames Gelände zu erkunden.

Die beiden Motorräder sind strategisch positioniert und haben ihre Heimatbasis bei der Löscheinheit 5 an der Bismarckstraße. Denn von dort aus sind neuralgische Punkte, wie das unübersichtliche, unwägbare und schlicht riesige Gelände rund um die Sengbachtalsperre, vergleichsweise rasch zu erreichen. Rund um die Wupper verunglücken immer wieder Spaziergänger oder Radfahrer, deren genaue Ortung dann erst einmal erfolgen muss.

Die Fahrer schwärmen von ihrem neuen Arbeitsgerät, nachdem die letzten beiden Motorräder über 20 Jahre auf dem Buckel hatten und daher ausgetauscht werden mussten. Einer von ihnen ist Christoph Dorenbeck: „Wir freuen uns darauf, die neuen Motorräder mit neuem Equipment und Einsatzkleidung zu nutzen.“ Er führt beispielsweise den Funk an, der im neuen Helm „super integriert“ ist: Die Kommunikation läuft über Bluetooth problemlos. „Außerdem werden wir besser wahrgenommen und können bei nächtlichen Einsätzen selbst besser sehen, da wir nicht mehr nur auf Frontlicht bauen.“ Zusätzliche LED-Lichter sind an der Seite angebracht. „Und dann gibt es noch eine Reihe Assistenz-Systeme, die zu unserer Sicherheit dienen.“

In den kommenden Tagen stehen ein paar Übungsrunden auf dem Programm. Die Maschinen sind mit jeder Menge Sonderfunktionen fürs Gelände ausgestattet. Das Leergewicht einer Maschine beträgt ungefähr 240 Kilogramm, bei 95 PS sind bis zu 210 Kilometer pro Stunde möglich. Etwa 50 bis 70 Einsätze verbuchen die Krads im Jahr. Amtshilfe für die Polizei, die Arbeit als Zubringer für den Notarzt oder Hilfe in anderen Städten gehören zum Programm. Als Solingen 1980 Motorräder für die Feuerwehr angeschafft hat, gehörte die Kommune zu den ersten überhaupt. Jetzt, 2020, ist die Feuerwehr mit ihren Motorrädern erneut vorne dabei.

Am Samstag wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in die Richard-Wagner-Straße alarmiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Corona: Solingen weiter mit landesweit höchsten Wert
Corona: Solingen weiter mit landesweit höchsten Wert
Corona: Solingen weiter mit landesweit höchsten Wert
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Nach 27 Minuten ausverkauft: Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe geht in die zweite Runde
Nach 27 Minuten ausverkauft: Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe geht in die zweite Runde
Nach 27 Minuten ausverkauft: Weinverkauf für Opfer der Flutkatastrophe geht in die zweite Runde

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare